
[Intro – deep rough spoken male voice, dark industrial drone, low distorted bass] Trockene Straße. Freie Sicht. Hundert erlaubt. Und vor mir? Achtzig. Seit gefühlt einer Ewigkeit. Was soll diese Scheiße? [Verse 1 – deep raspy male rap, irritated aggressive delivery, heavy dry beat] Rechte Spur, Straße frei. Und vor mir zieht die nächste Ewigkeit vorbei. Hundert erlaubt, du bleibst bei achtzig. Kein Regen, kein Nebel, kein Grund – gar nichts. Kurve kommt? Bremse. Baum am Rand? Bremse. Schatten auf der Straße? Natürlich: Bremse. Ich seh dein Bremslicht öfter als die Fahrbahn. Und frag mich langsam, was dieser verdammte Zirkus soll. Zwanzig Kilometer derselbe Scheiß. Mal siebzig, mal achtzig, dann wieder fast neunzig. Konstant fahren? Offenbar eine verdammt schwere Kunst. Ich halt Abstand, bleib dahinter. Aber innerlich koch ich. [Hook – forceful solo rap, barked accents, massive bass] BREMSKLOTZ VOR MIR! Was soll diese Scheißfahrerei?! BREMSKLOTZ VOR MIR! Straße frei – und trotzdem dieser Bremsbrei! Zwanzig drunter! Dann wieder Gas! Dann kommt 'ne Kurve und sofort geht alles runter! BREMSKLOTZ VOR MIR! Fahr doch einfach konstant! Kein Rennen! Kein Drama! Nur vernünftig durch das Land! Ich brauch keinen Stress, ich brauch nur einen sauberen Takt! Doch dieser verdammte Bremszirkus macht mich langsam krank! [Verse 2 – harder drums, sarcastic rough delivery] Dann Kreisverkehr. Noch hundert Meter. Du gehst schon vom Gas, als wär da gleich Beton. Fünfzig Meter. Jetzt fast Schrittgeschwindigkeit. Kreis komplett leer. Aber erstmal warten. Links schauen. Rechts schauen. Noch mal links. Vielleicht fällt ja plötzlich ein Flugzeug auf die Straße. Dann endlich rein. So langsam, dass ich fast denke, ich kann daneben aussteigen. Dann Landstraße. Hundert erlaubt. Du: fünfundsiebzig. Warum? Keine Ahnung. Wahrscheinlich einfach, weil's geht. Dann kommt die lange Gerade. Überholen möglich. Und plötzlich? Gas! Neunzig. Hundert. Ach! Jetzt geht das Pedal wieder! Sobald die Gelegenheit vorbei ist? Wieder achtzig. Was soll der Mist? [Hook – harder second drop] BREMSKLOTZ VOR MIR! Was soll diese Scheißfahrerei?! BREMSKLOTZ VOR MIR! Straße frei – und trotzdem dieser Bremsbrei! Zwanzig drunter! Dann wieder Gas! Dann kommt 'ne Kurve und sofort geht alles runter! BREMSKLOTZ VOR MIR! Fahr doch einfach konstant! Kein Rennen! Kein Drama! Nur vernünftig durch das Land! Ich brauch keinen Stress, ich brauch nur einen sauberen Takt! Doch dieser verdammte Bremszirkus macht mich langsam krank! [Breakdown – beat almost disappears, low sarcastic spoken voice] Langsam fahren? Kein Problem. Wenn's nötig ist. Regen. Nebel. Glätte. Wildwechsel. Alles verstanden. Aber freie Straße, trockener Asphalt, klare Sicht... und dauerhaft zwanzig drunter? Dann darf man wenigstens fragen: Was zur Hölle ist hier eigentlich der Plan? [Verse 3 – faster aggressive flow, brief double-time] Ich fahr Gewicht, ich brauch Abstand. Jedes unnötige Bremsen kostet wieder Schwung. Dann wieder hoch, dann wieder runter. Immer derselbe verdammte Takt. Und nein, ich kleb dir nicht am Heck. Ich mach keinen Stress, ich zieh keine Show ab. Ich halt meine Linie. Ich halt meinen Abstand. Und fluch lieber hier im Text, statt irgendeinen Mist zu bauen. Denn schlechte Laune gehört in den Beat. Nicht ins Lenkrad. Nicht in den Fuß. Nicht in irgendeine dumme Aktion auf der Straße. Also weiter. Ruhe behalten. Auch wenn vorne wieder dieses rote Bremslicht glüht. Noch eine Gerade. Noch ein unnötiger Bremser. Noch ein leises: „Alter... fahr doch einfach.“ [Final Hook – maximum energy, harsh solo rap] BREMSKLOTZ VOR MIR! Was soll diese Scheißfahrerei?! BREMSKLOTZ VOR MIR! Der ganze Verkehr hängt hinten dran! Zwanzig drunter! Straße frei! Und dein Bremslicht arbeitet Überstunden dabei! BREMSKLOTZ VOR MIR! Fahr doch einfach konstant! Kein Rennen! Kein Drama! Nur vernünftig durch das Land! Ich halt meinen Abstand, ich bleib sauber auf der Spur! Aber innerlich denk ich: FAHR! DOCH! EINFACH! MAL! [Outro – deep exhausted spoken voice, beat cuts down] Dann endlich: Blinker. Abzweigung. Du fährst raus. Vor mir: freie Straße. Konstantes Tempo. Motor ruhig. Verdammt... so schön kann Lkw fahren sein. [Hard stop – no fade-out]

