
[Verse 1] Ein Junge sitzt allein im Park, der Morgen wirkt noch still und karg. Er zählt die Menschen Schritt für Schritt und zählt in seinen Gedanken mit. Ein alter Mann zieht langsam fort, sein kleiner Hund folgt ohne Wort. Der Junge schaut ihm lange nach, bis irgendwo ein Vogel sprach. [Chorus] Ein Junge sitzt im Park allein, zählt Menschen, große, zählt auch klein. Er sieht sie kommen, sieht sie gehn und fragt sich, wohin sie wohl ziehn. Ein Junge sitzt im Park allein, die ganze Welt zieht bei ihm ein. Sie zieht an seiner Bank vorbei, und seine Gedanken werden frei. [Verse 2] Zwei Kinder rennen durch das Gras, ihr helles Lachen trägt der Spaß. Ein Mädchen hält des Vaters Hand und sammelt Blätter am Wegesrand. Ein Eichhörnchen springt von Ast zu Ast, bleibt einen Augenblick zur Rast. Ein Blatt fällt leise vor ihn hin, er dreht es langsam vor sich hin. [Chorus] Ein Junge sitzt im Park allein, zählt Menschen, große, zählt auch klein. Er sieht sie kommen, sieht sie gehn und fragt sich, wohin sie wohl ziehn. Ein Junge sitzt im Park allein, die ganze Welt zieht bei ihm ein. Sie zieht an seiner Bank vorbei, und seine Gedanken werden frei. [Verse 3] Ein junges Paar geht Hand in Hand, ganz langsam dort am Wegesrand. Ein Kinderwagen zieht vorbei, die Mutter summt ein Lied dabei. Ein Läufer zieht auf seiner Bahn, ein Hund bleibt kurz am Wege stehn. Der Junge zählt sie Stück für Stück und schaut bei jedem kurz zurück. [Verse 4] Die Sonne sinkt schon hinterm Baum, der Park versinkt in seinem Traum. Die Schatten werden lang und schwer, die Wege langsam menschenleer. Er hat schon hundert heut gezählt, doch einer ist's, der ihm noch fehlt. Bei jedem Schritt schaut er kurz auf, doch keiner nimmt den gleichen Lauf. [Bridge] Vielleicht wartet er auf ein Gesicht, doch sagen wird er es heute nicht. Vielleicht saß jemand einst bei ihm, auf dieser Bank im Abendgrün. Bei jedem Menschen schaut er hin, als läge Hoffnung tief darin. Doch jeder geht an ihm vorbei, und wieder zählt er eins, zwei, drei. [Final Chorus] Ein Junge sitzt im Park allein, zählt Menschen, große, zählt auch klein. Er sieht sie kommen, sieht sie gehn, doch den, den er sucht, kann er nicht sehn. Ein Junge sitzt im Park allein, der Abend zieht nun langsam ein. Er steht von seiner Bank jetzt auf und geht ganz still nach Haus hinauf. [Outro] Der Junge geht, der Park wird still, weil auch der Tag nun schlafen will. Die leere Bank bleibt dort zurück, doch morgen kehrt er hier zurück.

