[Intro] Eine Stunde. Eine zweite ja nur noch eine [Verse 1] Morgen, morgen, nur nicht heute so packt's mich, eh ich mich zerstreue Ich schiebe auf, weich' still zur Seite und lass zurück, was ich so scheue. [Refrain] Morgen, morgen, nur nicht heute — es rast die Zeit ins Nichts, die teure der Müßiggang macht mich zur Beute und Trägheit kriecht heran wie Räude und schenkt mir ... dies kleine Quäntchen Freude [Verse 2] Ich bete an: die süße Ruh ich mache Tür um Türe zu. Im Fleisch ein Stein, im Kopf ein Blei ich seh den Berg — und seh vorbei Die Liste lang, die Liste schreit verschenk die Zeit, verschenk die Zeit ein Götze thront aus lauter „Bald" Ich knie nieder, fromm und kalt [Refrain] Morgen, morgen, nur nicht heute — so rast die Zeit ins Nichts, die teure und Müßiggang macht mich zur Beute die Trägheit kriecht heran wie Räude und schenkt mir ... dies kleine Quäntchen Freude [Bridge] Sanfte Stimme leise tönet, und jeden Vorsatz heimlich tötet: „Bleib liegen. Bleib. — Noch so viel Zeit. Das Morgen ist noch weit, noch weit." Sie streichelt mir den schweren Sinn — hör ihr gern zu. — geb mich ihr hin. [interlude] Es ist noch Zeit. Es ist noch Zeit. (noch Zeit.) noch so viel Zeit. noch so viel Zeit. (viel Zeit.) Ja, genug Zeit. [Orgelsolo] [Breakdown] Der Stillstand frisst. Der Stillstand mahlt. Die Glut wird Asche. Asche kalt. Was heute stirbt, wird nie geboren — ich hab das Heute schon verloren. [Final-Refrain] Morgen, morgen, ruft die Meute — alle wie ich, die ganzen Leute: Bald, ja bald! — so hallt es heute So rast die Zeit ins Nichts, die teure und Müßiggang macht mich zur Beute die Trägheit kriecht heran wie Räude und schenkt mir ... dies kleine Quäntchen Freude [Outro] Der Dinge viel zu tun ... so seufz ich. Morgen. Ja, Morgen fang ich an.