
Titel: „Zwischen Beat und Bomben“ Strophe 1 Wir ließen uns die Haare lang wachsen, Rock aus Amerika in unseren Ohren. Grand Funk Railroad, Deep Purple, Ten Years After, und Bands, die kaum einer kannte, spielten vor. Wir sahen den Beat Club, dann den Musikladen, Flower-Power, bunte Kleider, alles war erlaubt. Peace-Zeichen um den Hals, olivgrüne Jacken, doch Politik war nichts für uns, wir lebten nur den Sound. Pre-Chorus Manchmal spürte ich die Wut der Welt, doch ich hörte lieber die Gitarren, nicht den Protest. Chorus / Hook Zwischen Beat und Bomben, zwischen Freiheit und Angst. Wir träumten von Musik, die die Welt uns noch nicht gab. Alles im Fluss, alles im Rausch, und draußen detonierten die Straßen. Strophe 2 Vietnam im Radio, Edwin Starr sang „War“, für mich war’s Soul, kein Kriegsprotest. Die Klassenkameraden schworen auf Ton Steine Scherben, doch ich wollte tanzen, nicht diskutieren, nie. Wir waren unpolitisch, voller Lebenslust, doch die Welt zog uns hinein, ob wir wollten oder nicht. Explosionen in der Stadt, nur ein paar Straßen entfernt, und ich war auf dem Weg zum Fußball, völlig blind dafür. Pre-Chorus Die Sirenen heulten, die Welt war nicht mehr fern, und wir dachten nur an unsere Gitarren. Chorus / Hook Zwischen Beat und Bomben, zwischen Freiheit und Angst. Wir träumten von Musik, die die Welt uns noch nicht gab. Alles im Fluss, alles im Rausch, und draußen detonierten die Straßen. Bridge (ruhig, erzählend) Rohrbach-Markt, die Wohnung gleich an meinem Schulweg, die Nähe machte alles real, zu nah. Ich war ein Jugendlicher zwischen Lachen und Furcht, zwischen Tanz und dem Gefühl, dass die Welt zerbricht. Letzter Chorus / Hook Zwischen Beat und Bomben, zwischen Freiheit und Angst. Wir träumten von Musik, die die Welt uns noch nicht gab. Alles im Fluss, alles im Rausch, und draußen detonierten die Straßen. Outro (leise, nachklingend) Gitarrenklang in der Nacht, lange Haare im Wind. Und wir liefen weiter, die Bomben hinter uns, die Musik vor uns.

