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Die Angst wird arbeitslos (Myrddin’s Armee)

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(Intro – Myrddin, dry spoken baritone, bass and three hard hits) Ich war nicht einverstanden. Ich war angewiesen. Das war euer Geschäftsmodell. (Verse 1 – Myrddin, biting rhythmic baritone, heavy reggae riff) Ich übe auf dem Parkplatz, wie man widerspricht. Im Flur steht „Wertschätzung“. Im Büro zählt sie nicht. Der Chef fragt: „Sind wir fertig?“ Ich nicke wie gewohnt. Mein Rückgrat kennt die Miete. Es weiß, was sich nicht lohnt. Ihr nennt mich „unverzichtbar“, sobald euch jemand fehlt. Beim Lohn bin ich „ersetzbar“. Ich weiß jetzt, was hier zählt. Zu Hause fällt ein Teller. Ich fahr aus meiner Haut. Bei euch bin ich zu leise. Bei dir bin ich zu laut. Du stehst vor mir und fragst mich: „Warum schreist du mich so an?“ Ich hör den Chef in meiner Stimme. Nur du hast nichts getan. (Pre-Chorus – Myrddin, rising solo, drums tightening) Ich hab euch nicht geglaubt. Ich hab mein Nein verschluckt. Ihr sagt: „Er hat sich frei entschieden.“ Ich hab mich bloß geduckt. (Chorus – Myrddin, soaring melodic baritone, wide guitars) Die Angst wird arbeitslos! Du kriegst mich nicht mehr klein. Ich will nicht mutig sein müssen, nur um Mensch zu sein. Die Angst wird arbeitslos! Und wir? Wir leben auf! Du kaufst die Arbeit meiner Hände – mich gibt's nicht obendrauf! Nein! Nein! Nein! Du kriegst mich nicht mehr klein! (Verse 2 – Myrddin, sharp reggae rap, bass and staccato brass) Die Frau von Band drei fehlt. Ihr Spind steht wieder leer. Drei Jahre „unverzichtbar“. Jetzt braucht ihr sie nicht mehr. Wir hören ihre Nachricht. Sie weint nicht. Sie zählt: Die Miete und den Abschlag. Wie viel am Ende fehlt. Wir rechnen an der Werkbank, wer was entbehren kann. Der erste zückt den Zwanziger. Die andern schließen sich an. Wir schreiben unsre Namen auf. Mit jeder Unterschrift verliert der Satz „Dann gehn Sie doch“ ein kleines bisschen Gift. Ihr habt sie abgeschrieben. Für euch ist's nur Papier. Ihr druckt das „Wir“ auf Tassen. Wir bleiben jetzt bei ihr. (Pre-Chorus – Myrddin, urgent solo, bass rising) Ein Nein braucht mehr als Mut. Es braucht auch Brot, ein Bett. Sonst ist das Wort „freiwillig“ ein hübsches Etikett. (Chorus – Myrddin, full melodic lead, hard drums) Die Angst wird arbeitslos! Du kriegst mich nicht mehr klein. Ich will nicht mutig sein müssen, nur um Mensch zu sein. Die Angst wird arbeitslos! Und wir? Wir leben auf! Du kaufst die Arbeit meiner Hände – mich gibt's nicht obendrauf! Nein! Nein! Nein! Du kriegst mich nicht mehr klein! (Bridge – Myrddin, intimate spoken solo, silence then rising guitar) Zu Hause sag ich: „Tut mir leid.“ Du sagst: „Dann mach es anders.“ Ich rede von dem schweren Tag. Du sagst: „Den hatte ich auch.“ Am Morgen stehn wir vor dem Chef. Ich zittere. Na und? Die andern bleiben neben mir. Und diesmal halt ich nicht den Mund. (Breakdown – Myrddin, hard rhythmic solo, stop-time riff) Mit unsrer Angst habt ihr kalkuliert. Jetzt wird die Rechnung korrigiert. Ihr habt uns einzeln abgehakt. Jetzt wird gemeinsam Nein gesagt. (Final Chorus – Myrddin, raw melodic baritone, full band and solo doubles) Die Angst wird arbeitslos! Du kriegst mich nicht mehr klein. Ich will nicht mutig sein müssen, nur um Mensch zu sein. Die Angst wird arbeitslos! Und wir? Wir leben auf! Du kaufst die Arbeit meiner Hände – mich gibt's nicht obendrauf! Nein! Nein! Nein! Du kriegst mich nicht mehr klein! (Outro – Myrddin, dry spoken solo, band stops) „Ist das Ihr letztes Wort?“ Nein. Mein erstes.