
06 - Kerkerchoral
[Intro | instrumental | slow pulse | droning guitars | fx: distant drip, chain clink, door thud] [Verse 1 | spoken-clean vocal | sparse drums] Hier zählt kein Gold, hier zählt nur Stein, die Stunden kleben, kalt und klein. Ein Fenster hoch, ein Streifen Grau, die Welt da draußen wird zur Schau. Man nahm mir Namen, nahm mir Kleid— doch nicht den Ton in meiner Zeit. [Refrain | clean vocal | hook | anthemic] Kerkerchoral—ich sing im Riss, wo Luft wie Rost und Hoffnung dünn. Kerkerchoral—mein Atem ist, was sie mir lassen: dass ich bin. [Verse 2 | clean vocal | tight groove] Ich lern: Der Blick wird scharf im Dunkel, ein Wort wird Messer, kleinster Funkel. Die Stille frisst, wenn keiner spricht, drum geb ich ihr mein Gegenlicht. Ich klopf den Takt an Holz und Wand, als wär’s ein Herz in meiner Hand. [Pre-Breakdown | harsh scream | build] Ihr nennt es Ordnung, nennt es Recht, doch ihr sperrt ein, was euch zu echt. Ihr wollt, dass ich mich selber brech— doch ich bleib ganz—so gut ich kann. [Breakdown | harsh scream | sermon-shout | half-time breakdown | low chugs] Ihr könnt meinen Raum mir nehmen—doch die Richtung nicht, Ihr könnt binden meinen Körper—doch die Stimme nicht. Ihr könnt zählen mich und messen—doch kennen sicher nicht. Im Kerker bin ich wohl gefangen doch geb nicht nach eurem Verlangen. [Verse 3 | spoken-clean vocal | driving drums] Ich zähl die Tage nicht als Last, ich zähl sie, bis die Lüge passt: Dass ich nichts wert sei, nichts vermag— ich lach sie aus, so gut ich mag. Denn was ich war, bleibt in mir drin, und wächst mit jedem harten Schritt. [Bridge | clean vocal | confessional | open chords] Kein Himmel über diesem Bett, nur Staub, der sich in Falten setzt. Doch ich bin Körper, bin Prinzip, und weiß: Was hält, ist, was man liebt. Nicht groß, nicht rein, nicht ohne Scham— nur echt genug, dass ich nicht lahm. [Final Refrain | clean + harsh vocals | lift | double-time drums] Kerkerchoral—ich sing im Riss, wo Luft wie Rost und Hoffnung dünn. Kerkerchoral—mein Atem ist, was sie mir lassen: dass ich bin. Und wenn die Tür auch morgen schreit: Ich trag den Takt aus dieser Zeit. [Outro | instrumental | Fade Out | fx: key turn, drip stops, low wind]

