
Nichts als die Wahrheit
Intro / Nachtstimmung (Instrumental, ruhig) Ich sitze am PC, tief in der Nacht. Mein Kopf kommt erst zur Ruh, wenn alles still wird. Die Uhr schlägt vier, und ich sitze immer noch hier. Strophe 1 Ich brenne innerlich, voller Hass, Angst und stiller Tränen. Sorge, Angst und Hass sind das Einzige, was meinem kopf Spaß macht. Narben am Körper, wie im Geist, ich blutete viel – doch nicht genug. Tz, schon wieder so ein selbstbetrug. Refrain 1 Ich wünschte, ich wär nicht hier. Doch der Spiegel sagt: Betrüger. Und ich weiß, ich gehöre genau hierher. Strophe 2 Ich lüge mir etwas vor, wenn ich in den Spiegel seh’, sage mir selbst, es geht mir gut, alles okay. Doch wünschte ich, ich wäre an einem anderen Ort. Innerlich schreibe ich Briefe, die ich nie abschicken werde. Schon wieder wünschte ich, ich wäre nicht hier. Nicht hier, nicht hier in diesem Gefängnis, das ich lebe. Refrain 2 (Variation) Der Spiegel nennt mich Betrüger. Ich weiß, ich gehöre hierher. Doch ich frag mein Spiegelbild: Und? Was willst du von mir? Bridge Ich renne vor mir selbst davon, folge meiner Angst auf der Straße ins Nirgendwo, der Geist im Spiegel lacht mich aus. Ich balle meine Faust – der Spiegel zerspringt, doch weiß ich, das dies nur mein Verstand vorspinnt. Refrain 3 / Finale Ich betrachte mich im Spiegel. Lächle über mich – jeder weiß: Eine Antwort gibt es nicht. Und wieder wünschte ich, ich wäre irgendwo, nur nicht hier. Outro / Spiegel offen lassen Im Spiegel sieht man nun meinen Rücken. Leise sind meine Schritte, auf dem weg zur Tür. Ich höre den Spiegel nur fragen: „Wo wünscht du dir zu sein?!“ Eine Antwort gibt es nicht ich schließe einfach die Tür hinter mir.

