
[Intro Instrumental] [Strophe 1:] Ich steh am Bahnsteig, es piept – der Zug ist da, Drei Türen sind geöffnet, alles wunderbar. Doch was seh ich dann? Ich halt es nicht aus: Alle drängen zur Mitte – was macht ihr da drauß’? Die Tür ganz rechts? Komplett allein. Die linke? Die weint in ihr Sitzpolster rein. Doch Tür Nummer Zwei? Die kennt kein Erbarmen – Sie wird gedrückt, gezerrt… von Menschen in Schwärmen! [Refrain:] Tür links ist auch 'ne Tür – echt wahr! Die geht auf, ganz wunderbar! Du musst nicht drängeln, musst nicht fluchen, Denn auch rechts kann man den Einstieg suchen. Sie haben Gefühle, hör sie wein’n, Die armen Türen eins und drei’n! Ein bisschen Rücksicht, bitte schön – Dann kann der Zug auch pünktlich geh’n! [Strophe 2:] Der Türsensor piept, der Fahrer schaut stur, „Noch fünf Sekunden, sonst schließt die Tür!“ Doch Hans-Uwe will noch schnell einsteigen rein, und zwar genau da, wo schon 30 Leute schrei’n. Ein Vater hebt den Kinderwagen keck, direkt in die Achseln vom Teenie mit Tech. Oma wird gequetscht, der Hund sagt „Wuff“, und Tür zwei denkt sich nur: „Ich hab genug.“ [Refrain (leicht verändert):] Tür links ist auch 'ne Tür – kein Witz! Da ist Platz, da is’ nix! Und Tür drei winkt dir schüchtern zu, „Komm doch zu mir, ich bin ganz in Ruh!“ Verteil dich doch ein kleines Stück, Dann findet jeder sein kleines Glück! Denn wenn du Türen gleich behandelst, kommt der Zug an – nicht verspätest! [Outro (a cappella, langsam):] Tü-hü-hür links ist auch 'ne Tü-hür... Mit Liebe… mit Schließautomatik… und Würde… Vergiss sie nicht… bitte… [NSTRUMENTAL]

