Vorwort Schaun wir uns doch einmal an, wo stehen wir, wo befinden wir uns in unserem Leben? Fragen wir uns, ob wir schon da sind wo wir immer schon sein wollten, oder wir können noch mehr ins Detail gehen, sind wir da wo wir uns sehen möchten? Haben wir unsere Vorstellung vom Verbringen unseres Lebens verwirklichen können? Leben Sie in dem A-Plan oder befinden Sie sich im Plan B, der Ihnen tagtäglich zu schaffen macht? Schauen wir uns an, und da sehe ich mich von mir selbst genauso angesprochen. Plan B scheint auch mein Motto zu sein, wenngleich ein Einwand von mir angehängt wird. Plan A, der in meinem Willen seinen Grund hat, scheint für mich noch nicht dran zu sein, ich muss mir auch die Frage erlauben, ob ein Plan A überhaupt realistische Chancen zur Verwirklichung hat. Wer als Künstler würde nicht gerne von seiner Kunst leben können, dieser A-Plan macht doch oft erst möglich, was bei mir unmöglich erscheint. Und Sie, es wird ja nicht jeder meiner Leser ein Künstler sein, was ist der Wunschinhalt vom Lebensplan A? Man bedenke, es sollte nicht nur um die berufliche Erfüllung gehen. Oh ja, ich glaube Berufung und Beruf sind sehr zentral im Wunschkatalog für Plan A. Aber und dieses Aber wird zu oft klein geschrieben, Familie, Gesundheit, der Umgang mit seiner umliegenden Umwelt, wie gefällt`s mir da? Letzteres muss ich für mich mit einem A Plus bezeichnen, ja es macht meinen Wunsch nach diesem berufenen Plan A für mich so gut ertragbar, was Plan B zum eventuell richtigen A-Plan werden lässt. Die Kunst ist ja sowas von inflationär, dass ein Leben von den Früchten der Kunst in inflationären Zeiten kaum irgendwo in Aussicht steht. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, dass viel was heute als Kunst im Verborgenen produziert wird gut gehütet die derzeitige Kunstinflation überstehen muss um seine Blüte zu erleben. Kunst ist immer ein wenig Prophetie, in der einen oder anderen Weise konserviert Kunst die Zeit, welche den Künstler umgibt. Das ist ja das Leid derer die künstlerisch heute im Plan A leben. Um künstlerisch am Leben zu bleiben ist soviel an fauler Kompromisshaftigkeit erforderlich, dass, wenn man nicht sehr angepasst dahinkünstelt, man sich schnell im Plan C wiederfindet. Plan C und nicht Plan B, denn B ist ja nicht vom eigenen Willen bestimmt, insofern da im C-Plan sich die befinden, die mit A begonnen wurden und um des Erhaltes wegen zu-und abgepreist werden, also einem plumpen Marktinteresse zu dienen haben. Trotz der Schweißperlen, trotz der Notsituation, trotz des Unverständnisses, man darf auch gestrost mal Danke zum Plan B sagen. Es braucht auch mal den Schmunzler, des „Ih hob do wos“ oder der Genugtuung. Ich weiß, dass ein Höherer als ich selber auch mich aufpasst, weil ich halt jeden Tag damit beginne, indem ich sage „Herr, dein Wille geschehe.“ Wo stehen Sie jetzt? Fragen kostet ja nichts, nicht mal mich fragen kostet was und bis dato war meine Kunst immer umsonst zu haben, das gehört wohl auch zum Plan B und hat mich bisher ein kleines Vermögen gekostet. Aber was habe ich bekommen? Einen unveräußerlichen, nicht handelbaren, unabhängigen Namen, Gott sei Dank dafür. Roland, a boarischer Dichter