
Paris kehrt heim zu Helena
Doch eilig trat er in sein Haus, wo Helena saß, so schön und fein, und Aphrodite glänzte daraus, die goldene Göttin im lichten Schein. Als sie ihn sah, sprach sie sacht: „Mein Gatte, komm her, zu mir geschwind! Lass uns ruh’n in zärtlicher Nacht, denn meine Gedanken verwehen im Wind. Was einst geschah, das kümmert mich nicht, nur Sehnsucht brennt, sie löscht sich nie, mein Herz verlangt nach deinem Gesicht, nach Liebe, tief wie das weite Meer.“ Doch Helena sprach mit finsterem Blick, ihr Gatte lauschte mit bangem Ohr: „Du Unseliger, tückisch und schick, weshalb betrügst du mich immerfort? Wärst du gefallen durch jene Hand, die einst mein Gatte gewesen war, statt mir zu bringen solch tiefe Schand’ – nun ist das Unheil doch offenbar. Doch komm, Geliebter, steig auf mein Bett, ich sträube mich nicht, es sei nun so. Widerstand wäre vergeblich, nett – doch Ehrgefühl schwindet lichterloh.“

