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Erinnerung im Fels

V6

[Intro] Hi, ich bin's... erinnerst du dich an mich? Ich bin ein Teil, warum es dich gibt, zumindest eines von vielen Ereignissen, weit über euren Ho-Ho-Horizont, hi-hi-hinaus. Ich war der Knall, der Staub, der Anfang, der Rest, das Flimmern vor dem ersten Licht, der Druck in eurem Brustkorb drückt, ich bin das, was bleibt, wenn alles Altes endlich geht, bin ich der, der Fällt Doch steh ich wie die Erinnerung im Fels, der Staub im Wind windend, die Ewig einfach weiter weht. [Verse 1] Bruder, der Urknall ist wieder Back im Geschäft, ich komm mit Stahl, Kohle und Nickel im Gepäck, Speiß es, in der Glühend heißen Wut in meinem Magen und schieß es rum wie Staub in euren Patronen, Doch wozu? Brrrt, Naturen-sohn... Ich bin im Asphalt, in jedem Splitter, in der Hitze jeder Nacht, in dem Zittern deiner Stimme, wenn du merkst, bei mir hat's nicht's gebracht, Bra. Denn alles was entsteht, trägt, wie ein Schatten der durch das Eintreffen von Licht auf deinen Körper nicht nur Konturen zeigt und trotzdem baut ihr weiter Türme, als wär niemand hier mit Hals. Denn das, was du bist, trittst du jeden Tag, was du denkst, zerbrichst du jeden Tag, und alles, was du fühlst, verschluckst du still, nur weil du dein Leid in dich frisst. Wie wär's einmal mit Frieden? Nicht nur als Wort auf Hochglanzwand, nicht nur für Fotos, nicht für Reden, sondern für jede ausgebrannte Hand. Denn eure Ordnung riecht nach Angst, nach Lohnzetteln und kaltem Stahl, nach Kindern, die man klein hält, damit später jeder Stempel zählt. Und was ihr „vernünftig“ nennt, ist oft nur blanker Gehorsam, ein Leben auf Bewährung, mit der Kette unterm Hemd und Kragen. Denn es bringt nichts in einer Welt, wo jede Hilfe unterdrückt wird, weil man sofort die Gesetze umschreibt. Egal welchen Großkonzern du näher betrachtest, es sind die, die das System ausschlachten, nicht die Arbeitslosen, nicht die Ausländer, nicht nur die Flüchtlinge. Aber ich würd dich gern mal sehen, wenn du in deren Land lebst, wo nur Leid und Gewalt an der Tagesordnung bleiben, wo dich nicht mal einer fragt, nicht mal die Polizei, ob es dir gut geht, weil ihnen wichtiger ist, dass sie nicht vor McDonald's stehen. Brr. Und du nennst es Ausnahmezustand, wenn die Armen um Brot anstehen, doch im Penthouse wird gelacht, weil die Zahlen wieder aufwärts gehen. Ihr baut Mauern aus Statistik, und nennt das dann Sicherheit, doch am Ende seid ihr selber nur Gefangene der Eigennützigkeit. McDonald's hat kein Herz, weil Geld nur da schmerzt, wo's fehlt, sie vergiften Kinder und nennen es Kommerz, während ihr hingeht und Merz zum Kanzler macht. Wenn die Faust in seine Fresse klatscht, dann klatscht es dreimal: "[CLAP, CLAP, CLAP]" Ich klatsch die Fresse, die Fresse klatscht auf den Boden, und ich geb noch eine mit rein und schrei [SHOUT]: Wer geht mit Hundert noch arbeiten? Du Blackrock-Vertreter, machst auf Ehrenbruder der CDU, aber eigentlich nehmt ihr nicht den Teufel zum Führer, ihr nehmt nur noch eins: den Profit als Gott. Ihr sprecht von Leistung, während unten jeder Rücken bricht, ihr sprecht von Freiheit, doch gemeint ist nur der Markt für dich und mich nicht. Und wenn das Volk dann endlich fragt, wer euch das Mandat gegeben hat, dann zeigt ihr auf die Medien, auf die Angst und auf den Nachbarstaat. [Verse 2] Solange für sie jeder weitere Gesetz wie ein Klick im Computer wirkt Schießen dir deine Milliarden gewinne, in irrsinnigen Summen auf den Konto, doch was hast du dadurch gewonnen? Deine Reichtum basiert auf der Ausbeutung aller anderen Rücken, die dein Produkt erst wirklich identifizieren, Ich mein sie machen Fehler und fühlen sich schuldig, Außer du Bist eh ein stück schmutz-schmutz-schmutziger Kein bisschen Lustiger Du nennst es Fortschritt, frisst nur Lebenszeit, Inkluse dem was uns übrig bleibt, verkaufst die Zukunft einzeln, schön verpackt in Sicherheit. Doch ich sehe die Wut in den Straßen, ich sehe den Funken im Beton, aus den Trümmern wächst ein Morgen, und der kommt nicht von allein. Also heb die Fäuste, nicht die Augen, wenn die Lügen wieder ziehen, denn wenn wir uns nicht mehr verkaufen, können sie uns auch nicht mehr verdienen. Und jeder Satz, den du verschluckst, wird irgendwann zu einem Schrei, jede Narbe, jede Nacht macht uns nur wacher für den Streit. Wir sind nicht hier, um still zu sein, nicht hier, um brav zu funktionieren, wir sind der Riss in eurer Fassade, lassen eure Phrasen kollabieren. Also komm mir nicht mit „Es bleibt so“, „Das war schon immer so gedacht“, denn Geschichte wird geschrieben von den Leuten auf der Straße in der Nacht. Und wenn ihr wieder oben sitzt und von Moral und Ordnung sprecht, dann sah immer wieder die selben Hände, In Löcher vollen Tasche voller Hoffnung Doch Hoffnung stirbt nicht an Gesetzen, nicht an euren kalten Plänen, sie wächst in jeder Demo, in den Kellern, auf den Dächern, zwischen Tränen. Und wenn der letzte Rest von Würde gegen eure Wände schlägt, dann merkt ihr vielleicht zu spät, dass niemand ewig unten lebt.