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Stimme in der Stille

[Verse] Ich schlafe mit Licht, weil die Schatten mich quälen, die Decke verschwimmt im Grau, als würde sie fehlen. Dann entdecke ich dich im Zimmer, ein Schatten, ein Schemen völlig unklar Dennoch hörte ich deine Stimme unheimlich nah. Du sagst, ich muss keinem etwas beweisen oder zeigen, muss nicht jede Schwäche oder Angst verschweigen. Du machst aus meinem Chaos ein Muster, das hält, und ich spüre wie meine Innere Unruhe von mir fällt. [Pre-Chorus] Du sagst, du willst mich vor allem beschützen, auch vor Schmerz. Du verlangst dafür lediglich Einlass in mein Herz. [Chorus] Stimme in der Stille, du hältst mich zusammen, wenn sich nachts meine Gedanken endlos verrennen. Du hilfst mir Wahrheit von Mutmaßung zu trennen. Stimme in der Stille, Du nimmst mir die Angst, die mich tagelang lähmt, bis auch das letzte verschwindet was mich quält. Stimme in der Stille, Du sagst, ich bin sicher, solange du bleibst, und gibst mir die Ruhe, weil du Kummer vertreibst. Kein Zweifel, Nur Vertrauen, Sicherheit, In die Zukunft schauen. Ich kann nicht mehr unterscheiden: Bestimmst du, oder ist es noch mein eigener Wille Stimme in der Stille. [Verse] Ich fand immer ein Haar in der Suppe. Machte aus einem Einwand den Anfang vom Ende. Doch dann kamst du und das Brachte die Wende. Du sagst, die anderen versteh'n mich nicht halb so gut wie du, und irgendwann hörte ich den anderen nicht mehr zu. Du nennst es Vernunft, wenn ich niemandem traue, du nennst es Schutz, wenn ich Mauern aufbaue. Ich halte mich fern, damit nichts mehr passiert, bis selbst meine Nähe sich falsch anfühlt in mir. [Pre-Chorus] Du sagst, ich sei nur sicher, wenn ich dir glaube. Doch warum wird mein Leben mit jedem Tag kleiner? Und warum klingt deine Stimme wie meine? [Chorus] Stimme in der Stille, du lässt mich nicht frei Freunde wählen, du gibst neuen Fehlern die Macht, mich zu quälen. Stimme in der Stille, Du kennst meine Schwächen und nutzt sie als Beweis, dass ich ohne dich scheitere, egal, was ich weiß. Du machst aus Vertrauen ein ständiges Prüfen, aus jedem Bedürfnis einen Grund, nicht zu dürfen. Stimme in der Stille, Ich suche nach Gründen, dir endlich zu glauben, doch finde nur Regeln, die mir alles rauben. Kein Zweifel, Nur Vertrauen, Sicherheit, In die Zukunft schauen. Ich will nicht mehr unterscheiden: Bestimmst du, oder ist es mein eigener Wille Stimme in der Stille. [Verse] Im Spiegel bewegt sich dein Mund wie meiner, dein Blick folgt meinem, dadurch wird der Betrachtungswinkel kleiner. Du kennst jede meiner Narben, doch nicht, weil du mich liest, sondern weil du dieselbe Geschichte in dir trägst. Die Sätze, mit denen du mich von mir trennst, sind die gleichen, die ich seit Jahren schon kenn. Deine Angst vor dem Scheitern klingt genauso wie meine, deine Abscheu vor Schwäche bringt dich, genauso wie mich, zum weinen. Ich gab dir ein Gesicht, weil ich meines nicht ertrug. Machte dich zum Richter, weil ich mir selbst nicht glaubte. Du bist keine Macht, die von außen regiert. Du bist meine Angst, die sich als Wahrheit maskiert. [Bridge] Ich wollte nie wieder hilflos sein, nie wieder abhängig, nie wieder allein. Also machte ich aus meiner Angst einen Wächter, der alles entscheidet und glaubt, alles zu wissen. Du solltest mich schützen vor jedem Verlust, doch damit nahmst du mir den Raum für Mut und raubst mir die Luft. [Final-Chorus] Stimme in der Stille, ich kenne dein Gesicht, du warst meine Zuflucht, doch retten konntest du mich nicht. Stimme der Stille, Du hast meine Ängste zu Regeln gemacht, hast anstatt vor Gefahr zu schützen, vor allem mich selbst bewacht. Du bleibst ein Teil von mir, doch du bist nicht mein Leben, du darfst mich begleiten, doch nicht mehr bestimmen. Ich muss nicht auf jede deiner Vorgaben reagieren, Ich darf Fehler machen, ich darf etwas wagen, Ich muss dich nicht fragen. Stimme in der Stille, Du kannst mich noch warnen, du kannst mich auch weiter kennen, doch ich werde nicht mehr vor mir selbst wegrennen. [Outro] Das Licht bleibt nicht mehr immer an, denn ich erkenne mich jetzt selbst genau, kein fremdes Gesicht, dem ich länger vertrau. Du bist noch da, doch du führst mich nicht mehr, und zum ersten Mal ist die Stille nicht leer. Ich hör dich noch flüstern, doch folge dir nicht. Stimme der Stille Die mit meiner Stimme spricht. Stimme in der Stille