
Die Vierte Elegie - Rainer Maria Rilke
[Fast Start] (The track explodes immediately with a heavy, distorted bassline and fast-paced percussion. No build-up.) [Verse 1] (Aggressive, rhythmic delivery, staccato flow) O Bäume Lebens, o wann winterlich? Wir sind nicht einig. Sind nicht wie die Zug- vögel verständigt. Überholt und spät, so drängen wir uns plötzlich Winden auf und fallen ein auf teilnahmslosen Teich. Blühn und verdorrn ist uns zugleich bewußt. Und irgendwo gehn Löwen noch und wissen, solang sie herrlich sind, von keiner Ohnmacht. Uns aber, wo wir Eines meinen, ganz, ist schon des andern Aufwand fühlbar. Feindschaft ist uns das Nächste. Treten Liebende nicht immerfort an Ränder, eins im andern, die sich versprachen Weite, Jagd und Heimat. [Chorus] (Epic, wide soundscape, shouted/powerful vocals with orchestral backing) Engel und Puppe: dann ist endlich Schauspiel! Dann kommt zusammen, was wir immerfort entzwein, indem wir da sind! Dann entsteht aus unsern Jahreszeiten erst der Umkreis des ganzen Wandelns! Über uns hinüber spielt dann der Engel! [Verse 2] (Flow becomes more intense, darker piano melody) Wer saß nicht bang vor seines Herzens Vorhang? Der schlug sich auf: die Szenerie war Abschied. Leicht zu verstehen. Der bekannte Garten, und schwenkte leise: dann erst kam der Tänzer. Nicht der. Genug! Und wenn er auch so leicht tut, er ist verkleidet und er wird ein Bürger und geht durch seine Küche in die Wohnung. Ich will nicht diese halbgefüllten Masken, lieber die Puppe. Die ist voll. Ich will den Balg aushalten und den Draht und ihr Gesicht aus Aussehn. Hier. Ich bin davor. [Verse 3] (Deep bass pulse, personal and confrontational tone) Hab ich nicht recht? Du, der um mich so bitter das Leben schmeckte, meines kostend, Vater, den ersten trüben Aufguß meines Müssens, da ich heranwuchs, immer wieder kostend und, mit dem Nachgeschmack so fremder Zukunft beschäftigt, prüftest mein beschlagnes Aufschaun. Hab ich nicht recht? Und ihr, hab ich nicht recht, die ihr mich liebtet für den kleinen Anfang Liebe zu euch, von dem ich immer abkam, weil mir der Raum in eurem Angesicht, da ich ihn liebte, überging in Weltraum! [Chorus] (Maximum intensity, heavy drums and choir) Engel und Puppe: dann ist endlich Schauspiel! Dann kommt zusammen, was wir immerfort entzwein, indem wir da sind! Dann entsteht aus unsern Jahreszeiten erst der Umkreis des ganzen Wandelns! Über uns hinüber spielt dann der Engel! [Bridge] (Beat slows down for a moment, eerie synths, whispered then rising to a scream) Wer zeigt ein Kind, so wie es steht? Wer stellt es ins Gestirn und giebt das Maß des Abstands ihm in die Hand? Wer macht den Kindertod aus grauem Brot, das hart wird? Mörder sind leicht einzusehen! Aber dies: den Tod, den ganzen Tod, noch vor dem Leben so sanft zu enthalten und nicht bös zu sein, ist unbeschreiblich! [Outro] (Final burst of rage, drums going wild) O Stunden in der Kindheit! Alles ist nicht es selbst! Ich bleibe dennoch! Es giebt immer Zuschaun! (Shouted Echoes: Zuschaun! ... Zuschaun! ...) [End] (Sudden silence after a massive distorted bass drop)

