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Nikolausabend

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V6

Weithin fällt der Schnee, die Dächer tragen schwer, bedeckt ist auch der See, kaum jemand läuft daher. Drinnen in der guten Stube sitzen alle am Kamin, auch Max, der freche Bube, und die kleine Katherin. Der Großvater stopft die Pfeife und zündet sie dann an, Max schnitzt aus der Seife einen kleinen Weihnachtsmann. Da klingen hell die Schellen eines Schlittens nah am Haus und aus Kinderkehlen gellen Rufe nach dem Nikolaus. Schwer klopft es an der Türe, und eh sie auch schon aufgemacht und man Genaueres erführe, hat man sich davongemacht. Doch sie sehen eine Truhe und bringen sie hinein. Aus ists mit der Ruhe: Was mag nur darinnen sein? Bald strahlen aller Augen im ganzen, kleinen Haus: Wie schön sind doch die Gaben des lieben Nikolaus! Der Winter ist vergessen mit Kälte, Eis und Schnee, noch lange haben sie gesessen, die Freude tat fast weh.