
STIMMEN IN MEINEM KOPF [Verse 1] Stimmen in meinem Kopf, wenn die ganze Welt schon schläft, eine fragt, was morgen kommt, eine, was im Gestern fehlt. Meine Augen sind so müde, doch in mir ist alles wach, Gedanken rasen ohne Pause durch die viel zu lange Nacht. Erschöpft und trotzdem aufgedreht, wie ein Panzer auf der Brust. Mein Körper schreit nach Ruhe, doch mein Kopf lässt mich nicht los. Was, wenn etwas passiert? Was, wenn ich etwas überseh? Was, wenn alles auseinanderfällt, wenn ich einmal nicht mehr steh? [Pre-Chorus] Manchmal hab ich Angst, mich selbst darin zu verlieren. Doch nicht jeder Gedanke ist die Wahrheit tief in mir. Ich bin hier, ich atme noch, und auch diese Nacht vergeht. [Chorus] Stimmen in meinem Kopf, könnt ihr heute endlich schweigen? Ich hab euch lange genug gehört, ihr müsst mir nicht die Zukunft zeigen. Stimmen in meinem Kopf, ihr habt mir so viel Schlaf genommen. Doch egal, was ihr mir nachts erzählt: Der Morgen wird trotzdem kommen. Ich bin erschöpft, doch nicht zerbrochen, ich bin müde, doch mein Feuer brennt. Ihr könnt schreien, ihr könnt zweifeln – doch ihr bestimmt nicht, wer ich bin. [Verse 2] Eine Stimme spricht von meinen Großen, die mir heute so weit entfernt sind. Fragt mich, was ich falsch gemacht hab, ob sie irgendwann zurück zu mir finden. Und dann ist da der Kleine, um den sich meine Sorgen drehen. Will ihn schützen vor dem Fallen, jede Gefahr schon vorher sehen. Doch ich kann nicht alles lenken, kann nicht jeden Stein entfernen. Ich kann lieben, ich kann halten, doch auch Loslassen muss ich lernen. Eine Stimme ruft nach Mama, manchmal ist sie viel zu weit. Manchmal möchte ich nur Tochter sein, ohne Stärke, ohne Pflicht für eine Zeit. Und eine spricht von meinem Mann, von Liebe, Hoffnung, Wut und Fragen. Doch nicht jede Antwort meines Lebens muss ich mitten in der Nacht schon haben. [Chorus] Stimmen in meinem Kopf, könnt ihr heute endlich schweigen? Ich hab euch lange genug gehört, ihr müsst mir nicht die Zukunft zeigen. Stimmen in meinem Kopf, ihr habt mir so viel Schlaf genommen. Doch egal, was ihr mir nachts erzählt: Der Morgen wird trotzdem kommen. Ich bin erschöpft, doch nicht zerbrochen, ich bin müde, doch mein Feuer brennt. Ihr könnt schreien, ihr könnt zweifeln – doch ihr bestimmt nicht, wer ich bin. [Bridge] Vielleicht werde ich nicht wahnsinnig, vielleicht bin ich einfach nur erschöpft. Vom Denken, Sorgen, Kämpfen, von allem, was in meinem Kopf nicht stoppt. Ich muss nicht jeden Menschen retten, nicht jede Zukunft vorhersehen. Ich darf müde sein und Ruhe brauchen, ich darf auch meinen eigenen Weg gehen. Vielleicht ist Stärke manchmal nicht, noch ein bisschen mehr zu tragen. Vielleicht heißt Stärke auch zu sagen: Heute darf ich nach mir fragen. [Final Chorus] Stimmen in meinem Kopf, ich kann euch immer noch hören. Doch ich werde euch nicht länger erlauben, meinen Frieden zu zerstören. Meine Großen dürfen Wege gehen, meine Tür bleibt trotzdem offen. Der Kleine darf sein Leben leben, ohne dass ich zerbrech vor Sorgen. Mama darf auch weiter weg sein, Liebe kennt keine Entfernung. Und was auch immer morgen kommt – ich verliere nicht die Hoffnung. Ich bin erschöpft, doch nicht am Ende, ich bin müde, aber ich steh noch hier. Stimmen in meinem Kopf – ihr seid Gedanken. Doch das Leben – das bin ich. [Outro] Vielleicht seid ihr morgen wieder da, doch auch die lauteste Nacht hat es noch nie geschafft, den Morgen aufzuhalten.

