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Ewiger Kampf von Feuer und Eis

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[Strophe 1] Sie kam mit funkelndem Zepter, kalt wie Mondenschein, die Königin des Eises, ihr Lächeln glatt und rein. Sie hauchte Flächen in ein Meer aus weißem Glas, die Felder wurden Statuen, jedes Herz schlug leis und blass. Ihr Reich wuchs still und weit, ein Frost aus Silberkron', die Straßen lösten sich, als hätt' die Welt schon ruh' gesucht. [Refrain A] O Königin aus Eis, hör die Stimmen, die dich fleh'n, im ew'gen Frost kann nichts mehr atmen, nichts mehr geh'n. Doch dein Herz bleibt stumm, dein Blick so kalt wie Stein — und wir stehen hier im Schnee, verloren, ohne Heim. [Strophe 2] Die Menschen ziehen Kerzen, knien nieder in dem Wind, sie heben leere Hände, wo einst Leben war und Kind. Sie singen weinend Lieder, zerreißt ein letzter Ruf, „Lass uns nicht sterben, Königin, nimm deinen eis'gen Schuh!“ Doch ihre Bitten brechen an dem Glanz auf ihrem Haar, kein Funke rührt in ihrem Leib, kein Mitleid, keine Jahr. [Refrain A] O Königin aus Eis, hör die Stimmen, die dich fleh'n, im ew'gen Frost kann nichts mehr atmen, nichts mehr geh'n. Doch dein Herz bleibt stumm, dein Blick so kalt wie Stein — und wir stehen hier im Schnee, verloren, ohne Heim. [Strophe 3] Da flüsterten die Sterne, ein Gebet wie heißes Licht, die Zwillingsschwester kam — sie trug das ew'ge Feuer schlicht. Ein Name wie ein Donner, Flammen tanzten in der Hand, sie brannte Pfade frei durch Schnee, durch stummes Gletscherland. Zwei Kronen, eine Glut, die andre Splitter, schneeweiß klar — und plötzlich standen sie sich gegenüber, gleich und wunderbar. [Refrain B] Eis und Feuer, Schwesternduell, die Welt hält still den Atem an, keine Herrschaft kann allein besteh'n, kein Reich allein gewinn'. Zwei Mächte, Herz an Herz, kein Sieger, nur ein Plan: Teilt das Land, teilt das Leben, dass die Menschen wieder kann. [Strophe 4] Sie warfen Blitze, sie warfen Glut, ein Himmel wechselnd Kleid, doch jeder Schlag ging zurück, denn Gleichgewicht ist Zeit. Im Reden find'st du Waffen, in Schweigen liegt die Macht, so setzten sie die Grenze, teilten Tag und teilten Nacht. Ein Land ward halb gefroren, halb in lösendem Schein, und dort wo Flamme küsst den Schnee — da durften Menschen sein. [Refrain B] Eis und Feuer, Schwesternduell, die Welt hält still den Atem an, keine Herrschaft kann allein besteh'n, kein Reich allein gewinn'. Zwei Mächte, Herz an Herz, kein Sieger, nur ein Plan: Teilt das Land, teilt das Leben, dass die Menschen wieder kann. [Schlussteil] Die Kinder bauten Brücken, aus Dampf und aus Vertrau'n, am Rand von Frost und Flamme lernten Lieder neu zu bau'n. Die eine Königin bewahrt die Sterne, eisgeküsst, die andre hütet Morgenrot, mit Feuer, das nie frisst. So ruht die Welt in zwei Teilen, und Menschen atmen frei — denn Gleichmut hielt die Waage, und das Leben blüht dabei.