
[Intro – Frau, leise] Ich hab dich vermisst. So sehr. Und trotzdem bin ich noch hier. [Strophe 1 – Frau] Früher hätte ich jede Stille mit meinen Worten gefüllt, hätte nach einem Zeichen gesucht, bis die Angst wieder still wird. Doch heute schreib ich dir, was wirklich in mir lebt, und lasse danach Raum, damit auch etwas von dir entsteht. [Pre-Chorus – Frau] Ich muss mich nicht verstecken, um dich nicht zu verlieren. Ich darf mich zeigen und trotzdem bei mir bleiben. [Refrain – Beide] Ich komm dir nah, ohne mich zu verlieren. Du kommst mir nah, ohne dich zu verstecken. Ich muss nicht alles tragen, du musst nicht alles halten. Wir dürfen beide geben, wir dürfen beide empfangen. [Strophe 2 – Mann, ruhig] Ich weiß nicht immer, wie ich sagen soll, was in mir passiert. Manchmal brauch ich länger, bis ein Wort nach draußen findet. Doch ich will nicht, dass du meine Stille trägst. Ich will lernen, dir selbst entgegenzugehen. [Pre-Chorus – Mann] Ich darf mich zeigen, auch wenn es mich Überwindung kostet. Du musst nicht raten, was ich längst fühlen kann. [Refrain – Beide] Ich komm dir nah, ohne mich zu verlieren. Du kommst mir nah, ohne dich zu verstecken. Ich muss nicht alles tragen, du musst nicht alles halten. Wir dürfen beide geben, wir dürfen beide empfangen. [Bridge – Frau] Ich muss nicht weniger lieben, damit ich bei mir bleibe. [Mann] Und ich muss nicht schweigen, nur weil Nähe mich bewegt. [Beide] Vielleicht ist genau das Liebe: nicht festhalten, nicht verschwinden, sondern bleiben und sich zeigen. [Letzter Refrain – Beide, größer] Ich komm dir nah, ohne mich zu verlieren. Du kommst mir nah, und ich kann dich empfangen. Wir müssen nicht gleich sein, nur ehrlich miteinander. Zwei Menschen, die sich zeigen und trotzdem ganz bleiben. [Outro – Frau, fast gesprochen] Ich bin hier. [Mann, leise] Ich auch.

