[Strophe 1] Das höhnische Lachen verhallt in der Nacht, die Fünf fliehen mit der goldenen Fracht. Der Hufschlag verstummt, der Staub legt sich nieder, er bedeckt sanft die leblosen Glieder. Der Totengräber liegt starr im kalten Sand, hingestreckt von feiger Mörderhand. Das Blut trocknet langsam auf seinem Hemd, während der Tod ihn kalt empfängt. Die Stille trügt, denn der Boden vibriert, weil in diesem Grab das Böse regiert. [Strophe 2] Erst ist es nur Nebel, der aus Ritzen kriecht, der grau und schwer nach Schwefel riecht. Die Zeichen an der Wand glühen rot, die Warnung sprach von Wahn und Tod. Aus dem Dunst erscheinen Geister, schemenhaft und fahl, da öffnet die Hölle ihr Portal. Die Klauen der Geister zerren ihn in den Schlund, hinab in den ewig brennenden Grund. Er stürzt hinab auf hartes Gestein, er erwacht im Höllenfeuer, im feurigen Schein. [Strophe 3] Er klopft sich den Staub vom schwarzen Gewand, wischt ihn ab mit ruhiger Hand. Er zückt ein Tuch aus der Tasche, befreit seine Brille von Ruß und Asche. Ruhig blickt er sich um … Sünder kreischen, Peitschen knallen laut, er riecht das Pech und verbrannte Haut. Er setzt die Brille auf, das Tuch ist verstaut, und schreitet voran durch die Feuerflut. Wo sein Stiefel hintritt, da stirbt die Glut. Die Flammen zischen und weichen, sein Anblick lässt Dämonen erbleichen. [Strophe 4] Am Ende der Halle, auf dem Thron aus Stein, sitzt Luzifer selbst im flackernden Schein. Ein Wink seiner Hand lässt die Schatten sich regen, um das Buch der Verdammten vor ihn zu legen. Er blättert und liest von all den Sünden, die von des Totengräbers Taten künden. Was er dort liest, lässt den Teufel erschrecken, ihm bleibt das Wort im Halse stecken. Der Totengräber blickt ihn an, ein Blick, in dem der Teufel sich erkennen kann. [Refrain] Zu böse für den Himmel, das war ja klar, doch selbst für den Satan ist er eine Gefahr. Sein Herz ist gefroren, sein Blut ist wie Eis, vor ihm gefriert selbst der Höllenkreis. Die Hölle steht still, vom Schrecken gebannt, denn der Teufel hat Angst vor dem Mann in Samt. [Strophe 5] Das Buch schlägt zu mit dumpfem Klang, das Echo hallt die Halle entlang. Der Teufel beugt sich vor und spricht: So einen wie dich dulde ich hier nicht! Ich schick dich zum Friedhof der Verdammten, in das Reich der ewig Verbannten, aus dem es kein Entkommen gibt. [Strophe 6] Der Totengräber schweigt, rückt die Brille zurecht, er lächelt kalt in des Teufels Gesicht, bevor er leise spricht: Lass uns handeln: Fünf Seelen bring ich dir, du gibst mir die Freiheit und meine Bande dafür. [Strophe 7] Als Marionetten sollen sie mein Werk tun, ohne Frieden zu finden, ohne zu ruhn. Nicht Tod, nicht Leben, ein Dasein dazwischen, wenn sich Blut und Staub in den Adern mischen. Der Teufel grinst breit, die Kälte weicht, weil ihm dieser Handel zur Freude gereicht. [Refrain] Zu böse für den Himmel, das war ja klar, doch selbst für den Satan ist er eine Gefahr. Sein Herz ist gefroren, sein Blut ist wie Eis, vor ihm gefriert selbst der Höllenkreis. Aus der Tiefe des Feuers wird er verbannt, denn der Teufel hat Angst vor dem Mann in Samt. [Strophe 8] Der Teufel hebt den Finger. Die Hölle speit den Totengräber aus. Er liegt auf dem Friedhof, auf totem Land, dann zuckt seine Hand. Die Finger krallen sich tief in den Sand. Er hebt den Kopf, die Augen schlagen auf. Ein eiskaltes Grinsen zieht sich übers Gesicht, er greift nach seinem Colt im fahlen Mondlicht. [Refrain] Zu böse für den Himmel, das war ja klar, doch selbst für den Satan ist er eine Gefahr. Sein Herz ist gefroren, sein Blut ist wie Eis, vor ihm gefriert selbst der Höllenkreis. Der Teufel lacht, sein Plan scheint geglückt, er glaubt, er hat ihn in die Verbannung geschickt. Auf dem Friedhof der Verdammten ist er gebannt, doch der Teufel unterschätzt den Mann in Samt. [Refrain] Zu böse für den Himmel, das war ja klar, doch selbst für den Satan ist er eine Gefahr. Sein Herz ist gefroren, sein Blut ist wie Eis, vor ihm gefriert selbst der Höllenkreis. Der Teufel lacht, sein Plan scheint geglückt, er glaubt, er hat ihn in die Verbannung geschickt. Auf dem Friedhof der Verdammten ist er gebannt, doch der Teufel unterschätzt den Mann in Samt.