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Lemminge

Ich schreibe und schreibe – sieben Namen in den Sand Doch keiner liest es, alle starren nur ohne Verstand Neonlicht gefesselt, apathisch und stumm intellektuelles verrecken, keine Vernunft Gedankenschleifen bleiben deinen Windungen fern, regungslos, denn nichts tangiert dich im inre'n Kern Mediengesteuerter Mutant, bis ins letzte Detail Du bist nicht mehr du – nur noch ein Signal Nix ist mehr klar, alles löst sich im Sein, Hunderttausend Follower – und keiner ist dein Alle sind alles und doch niemand real Ein Meer aus Gesichtern, doch alles nur Zahl'n Schmerzdurchtränktes Gedächtnis in Pixel erstickt Klicke die klack – bis dein Auge nicht mehr blickt Frisst sich durch die Zeit, durch Freiheit und Traum vegetative Befruchtung, kein Platz für Raum Pornogetrieben flackernd im Strom der Lust Downloads pulsierend,unterdrücken den Frust Geblendetes Gewissen, belohnt und dressiert Luxuserrektion – perfekt inszeniert Keine Sonne scheint mehr im Hier und Jetzt Kein Licht durchdringt diese Humanistenpest Du nennst es Fortschritt, du nennst es Gewinn Doch alles, was bleibt, ist der Verlust, tief in dir drin Und irgendwo unter dem flimmernden Schein Liegt noch ein Rest vom „wirklich sein“ Doch du drehst dich weg – willst es nicht seh’n Weil Wahrheit beginnt, wenn die Masken vergeh’n Wir sind Lemminge, programmiert auf den Fall Rennen in Reihen durch den digitalen Wald Nennen es Freiheit, nennen es Macht Doch haben uns selbst längst umgebracht Sieben Narben im Fleisch unserer Zeit Jede gewachsen aus Leere und Neid Wir folgen Befehlen, die keiner je gab Und marschieren ins leere, ins eigene Grab Ein Stern über uns, der die Lügen versteht Der sieht, wie die Menschheit und alles vergeht Blindes Folgen, Armeen aus sieben Glauben Die unter der Sonne ihr Atem sich rauben Unser Fieber – genährt von falschen Prioritäten Taten verrotten in leeren Gebeten wir sind nur Lemminge, geführt und gelenkt Von Medienteufeln, verkauft und beschränkt Sieben Tage stolpern über Teer und Stein Ohnmächtig betäubt, stehen wir allein Bleiben stehen, wenn das rote Licht schreit verschenken unser wertvollstes, "die Zeit " Doch wenn das Grau sich im Erdreich verliert Und plötzlich Natur unsere Augen berührt Dann flackert für Sekunden ein anderes Bild Ein Leben, das echt ist, so roh und so wild Welch Arroganz in den Sieben des Seins Wir halten uns groß, doch sind innerlich klein Was in uns wohnt, wird versteckt und verdrängt Weil echte Erkenntnis unsere Ketten zersprengt Du willst, dass die Sonne alles verbrennt Weil du glaubst, dass das Böse dann endet Doch was du vernichten willst, bist du selbst Nur anders verpackt und perfekt ausgeblendet Klick Gedanke stirbt! klack unkontrolliert! Wir sind Lemminge, programmiert auf den Fall Rennen in Reihen durch den digitalen Schall Nennen es Freiheit, nennen es Macht Doch haben uns selbst längst umgebracht Sieben Narben im Fleisch unserer Zeit Jede gewachsen aus Leere und Neid Wir folgen Befehlen, die keiner mehr stellt Weil jeder selbst seine Fesseln behält Lass keine Sonne Feuer regnen Es gibt nichts, was sie nicht schon kennt Der Planet braucht keine Erlösung Nur die Lüge, die man Leben nennt Das „Geschwür“, das du vernichten willst Atmet durch dich, jeden Tag Und solange du nach außen zielst Wird innre's still dein Grab