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03. Die vier Reiter

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V6

[Intro – Galoppierender Bass, Schlagzeug, Cello-Ostinato] Das erste Siegel brach entzwei. Ein Ruf ging durch die Nacht: „Komm her!“ Da öffnete sich Zeit und Raum, und nichts blieb wie zuvor im Traum. [Strophe 1 – Das weiße Pferd] Ein weißes Pferd kam aus dem Licht, sein Reiter zeigte sein Gesicht. Er trug den Bogen und die Krone, und sprach von Sieg als seinem Lohne. Er nahm die Städte, nahm das Land, die Menschen küssten seine Hand. Sie nannten seinen Weg den Frieden, doch Freiheit war ihm nie beschieden. [Refrain] Vier Reiter auf der Straße, vier Schatten ziehn voraus. Die Welt hört ihre Hufe, doch niemand hält sie auf. Sie reiten durch die Jahre, sie reiten durch die Zeit. Und jeder trägt die Wahrheit von unsrer Sterblichkeit. [Strophe 2 – Das rote Pferd] Ein rotes Pferd durchschnitt die Nacht, sein Reiter hatte Blut entfacht. Ein großes Schwert in seiner Hand, nahm Frieden fort aus jedem Land. Der Bruder schlug den Bruder tot, die Städte brannten abendrot. Und jede Grenze wurde Stein, hinter dem Menschen Feinde seien. [Refrain] Vier Reiter auf der Straße, vier Schatten ziehn voraus. Die Welt hört ihre Hufe, doch niemand hält sie auf. [Strophe 3 – Das schwarze Pferd] Ein schwarzes Pferd kam über Felder, durch leere Häuser, tote Wälder. Sein Reiter hielt die Waage hoch, und Hunger durch die Straßen kroch. Ein Tag voll Arbeit für ein Brot, die Kinder kannten längst die Not. Die Reichen zählten still ihr Geld, die Armen zählten, was noch fehlt. [Instrumental – Cello und E-Gitarre] [Strophe 4 – Das fahle Pferd] Das fahle Pferd kam ohne Klang, sein Reiter ritt den Weg entlang. Er trug den Namen Tod allein, das Totenreich zog hinterdrein. Kein König konnte ihn bestechen, kein Schloss die letzte Stunde brechen. Er ritt an jedem Haus vorbei, und niemand blieb von ihm ganz frei. [Bridge – Halbes Tempo] Unter dem Altar klang ein Schrei: „Wie lang noch geht das Leiden weiter?“ Der Himmel schwieg. Die Erde bebte. Die Nacht bekam noch einen Reiter. [Letzter Refrain] Vier Reiter auf der Straße, vier Schatten ziehn voraus. Doch selbst die größte Finsternis löscht nicht das letzte Licht aus. Sie reiten durch die Jahre, die Welt schaut ihnen nach. Und irgendwo im Dunkeln hält einer weiter Wacht. [Outro] Vier Pferde verschwinden im Regen. Der Staub bleibt. Und die Erde bebt.