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Regel 14 Nimm es nicht persönlich

V6

[Intro] Der Bus an der Ecke spuckt den Morgen aus, Kaffeeduft zieht durch das Treppenhaus. Du liest die Nachricht, legst das Handy hin, und fragst dich kurz: Was steckt dahinter drin? [Verse 1] Im Laden sagt der Mann: „Du bist zu spät.“ Du siehst die Schicht, die ihm im Nacken steht. Sein Blick ist hart, sein Tag wohl länger noch, du kennst sein ganzes Leben nicht—also doch: Nicht jeder Satz ist eine Rechnung an dich, manchmal spricht ein alter Kummer durch das Gesicht. Du nimmst den Einkauf, wünschst ihm einen Tag, und lässt das Wort dort liegen, wo es lag. [Chorus] Nimm es nicht persönlich, atme einmal aus, wer laut mit seinem Sturm ist, trägt ihn selbst nach Haus. Du musst nicht jede fremde Schwere tragen, bleib freundlich, ohne dich dafür zu fragen. [Verse 2] Am Nachmittag ruft deine Schwester an, beim ersten Ton hörst du, wie sie kaum noch kann. Ein alter Vorwurf rutscht ihr aus dem Mund, du zählst bis drei und hältst die Stimme rund. „Ich hör, dass dich das alles grade drückt. Sag mir, was dich wirklich so bedrückt.“ Da wird es still, dann kommt ein leiser Seufzer, und hinter ihrem Ärger sitzt die Müdigkeit. [Chorus] Nimm es nicht persönlich, atme einmal aus, wer laut mit seinem Sturm ist, trägt ihn selbst nach Haus. Du musst nicht jede fremde Schwere tragen, bleib freundlich, ohne dich dafür zu fragen. [Bridge] Keine Mauer, keine scharfe Gegenwehr, nur ein klarer Rand: Bis hier und nicht mehr. Verstehen heißt nicht, alles zu erlauben, du kannst den Frieden halten, ohne dich zu verkaufen. [Verse 3] Später steht der Regen quer am Bahnsteig, du gibst dem Fremden deinen Platz im Zug frei. Er nickt kaum hin, sein Blick bleibt irgendwo, du machst daraus kein Urteil—lässt ihn so. Zu Hause stellst du die Schuhe vor die Tür, das kleine bisschen Ruhe bleibt bei dir. Was andre werfen, musst du nicht behalten, du darfst den Tag in deinen Händen halten. [Chorus] Nimm es nicht persönlich, atme einmal aus, wer laut mit seinem Sturm ist, trägt ihn selbst nach Haus. Du musst nicht jede fremde Schwere tragen, bleib freundlich, ohne dich dafür zu fragen. [Outro] Der Bus fährt weiter, Regen zieht vorbei, du schließt die Tür—der Abend macht dich frei. Nicht jede Stimme sagt, wer du bist. Du weißt es selbst. Das reicht für diesen Schritt.