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Ben, mein großer schwarzer Bär

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BEN – MEIN GROSSER SCHWARZER BÄR Da warst du, Ben, mein großer schwarzer Bär. Zwölf Jahre meine treueste Seele, mein Freund, mein Beschützer, mein Seelengefährte. Du warst nie nur ein Hund. Du warst Familie, du warst Zuhause. Du brauchtest keine Worte, um mich zu verstehen. Wenn ich krank war, wusstest du es sofort, oft bevor es jemand anderes bemerkte. Dann kam dieser dicke Kopf, deine Schnauze ganz nah bei mir und dieser eine Blick, für den wir niemals Worte brauchten: „Was ist los mit dir? Ich bin da.“ Wenn ich traurig war, bist du nicht gegangen, du bist näher gekommen. Hast dich an mich gedrückt und bist geblieben. Du wolltest nichts erklären, nichts verändern. Du warst einfach da. Zwölf Jahre kanntest du meine Tränen, mein Lachen und auch die Tage, an denen ich allen zeigte, dass alles gut war. Du wusstest es besser. Du konntest nicht sprechen und hast mich manchmal besser verstanden als Menschen mit tausend Worten. Bei dir musste ich nichts beweisen, musste nicht stark sein, musste niemand anderes werden. Für dich war ich einfach ich. Und das war genug. Dann kam dieser eine Tag. Etwas nahm dir deine Kraft und plötzlich warst du es, der uns brauchte. Wir kämpften um dich, Ben. Wir versuchten alles, hofften auf jedes kleine Zeichen und wollten dich einfach noch nicht verlieren. Während wir um dich kämpften, kamen Stimmen von außen. Worte, die aus unserer Liebe Zweifel machen wollten. Doch wir wussten, wie sehr wir dich liebten und dass wir alles gegeben hätten, um dich zu retten. Irgendwann mussten wir verstehen, dass Liebe allein dich nicht mehr halten konnte. Also ließen wir dich gehen. Nicht weil wir aufgegeben hatten, sondern weil wir dich zu sehr liebten, um dich für uns weiterkämpfen zu lassen. Danach wurde es still. Keine Schritte mehr, kein dicker schwarzer Kopf, keine Schnauze bei mir und nicht mehr dieser Blick, der sagte: „Ich bin hier. Du bist nicht allein.“ Doch ganz gegangen bist du nie – deine Asche ist bei mir, deine Liebe in mir, und so bist du bis heute ein Stück Zuhause. Vielleicht warst du einer der wenigen, bei denen ich niemals fragen musste: „Bin ich genug?“ Für dich war ich es immer. Ben, mein großer schwarzer Bär, meine treue Seele, mein Freund, mein Seelengefährte. Zwölf Jahre an meiner Seite – und für immer in meinem Herzen. Und wenn unsere Seelen sich irgendwann wiederfinden, brauche ich keine Worte. Ich werde diesen dicken schwarzen Kopf sehen, deine Schnauze spüren und diesen einen Blick erkennen. Dann weiß ich: Du bist es, Ben. Du bist wieder da.