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Karl May an Sascha Schneider

Du bist die Erde, die sich selbst nicht kennt, Planetgeword'ne, dunkle Schicksalsfrage, Und nur die Glut, die Dir im Innern brennt, Gibt Dir das Licht zum ersten Schöpfungstage. Noch hat der Himmelsstrahl Dich nicht erreicht, Der Deine Welt an Gottes Sonne bindet, Doch ehe noch der zweite Tag verstreicht, Werd ich es sehn, dass er sich zu Dir findet. Dann wirst du um die Klarheit wandeln gehn, Wie Du es siehst von unsers Vaters Sternen, Und über alles irdische Verstehn Am sechsten Tag den Menschen kennen lernen. Du bist der Himmel, der sich selbst nicht kennt, Weil er auf Erden sich vergessen musste. Nun graut Dir vor dem eig'nen Element, Und schauernd nennst Du es "das Unbewusste". Doch sehe ich, dass Deine Künstlerhand Grad dieses "Unbewusste" klar behandelt, So hat sich mir Dein irdischer Verstand In überird'sche Influenz verwandelt. Und ist der letzte Schöpfungstag vorbei, Wird Dir der siebente den Sabbatglauben bringen, So dass dann auch an Deiner Staffelei, Von Dir geläutet, helle Glocken klingen!