
Ich trage sie im Kopf, aber nicht im Leben
Ich seh dich nicht… und trotzdem bist du überall. Nicht hier – aber zu nah, um dich zu vergessen. Ich kenn dein Lachen nur aus meinem Film, jede Szene perfekt, jedes Wort zu viel. Du sitzt neben mir, aber nur in Gedanken, Realität bleibt kalt, lässt mich hier stranden. Ich schreib dir Zeilen, die du niemals liest, bau mir ’ne Welt, in der du bei mir bist. Du bist kein Fehler, doch auch kein Ziel, nur ein Gefühl, das mich langsam verliert. Ich bin da und doch so weit weg von dir, du greifst nach mir, doch ich bleib nicht hier. Zwischen Wunsch und Wahrheit liegt zu viel, du trägst mich im Kopf – aber nicht im Leben. Ich seh, wie du schaust, wenn mein Name fällt, als wär ich das Einzige in deiner Welt. Doch du liebst ein Bild, nicht wer ich bin, und ich pass nicht in deinen inneren Sinn. Ich bin kein Versprechen, kein offenes Tor, ich geh meinen Weg, auch ohne dein Wort. Was du suchst, ist Nähe, nicht unbedingt ich, und genau daran zerbricht dieses Licht. Ich trag dich im Kopf, jeden Tag, jede Nacht, hab aus wenig Gefühl viel zu groß gemacht. Zwischen uns steht mehr als nur Zeit und Mut, du bist richtig für mich – doch das Leben sagt: „Nein, tut mir leid, Bruder.“ Mann: Sag mir, warum fühlt sich falsch so echt an? Frau: Weil Sehnsucht oft besser lügt als Verstand. Mann: Wenn ich loslass, bleibt dann noch was von mir? Frau: Ja – nur nicht mehr ich. Zwischen Kopf und Leben liegt ein stiller Krieg, Herz sagt „bleib“, doch die Wahrheit siegt. Du bist mein Traum, doch kein Ziel für mich, ich trage dich im Kopf – aber nicht im Leben. Manche Menschen sind nicht dafür da zu bleiben, sondern um zu zeigen, was fehlt.

