
Winternacht
Gottfried Keller written ~ 1851 Winternacht ...............Winter Night Nicht ein Flügelschlag ging durch die Welt, Still und blendend lag der weiße Schnee. Nicht ein Wölklein hing am Sternenzelt, Keine Welle schlug im starren See. ....................Not a flutter of wings passed through the world, ....................Silent and dazzling lay the white snow. ....................Not a little cloud hung in the starry sky, ....................Not a wave stirred upon the frozen lake. Aus der Tiefe stieg der Seebaum auf, Bis sein Wipfel in dem Eis gefror; An den Ästen klomm die Nix’ herauf, Schaute durch das grüne Eis empor. ....................From the depths the sea-tree rose, ....................Until its crown froze into the ice; ....................Up along its branches climbed the water sprite, ....................And gazed upward through the green ice. Auf dem dünnen Glase stand ich da, Das die schwarze Tiefe von mir schied; Dicht ich unter meinen Füßen sah Ihre weiße Schönheit, Glied um Glied. ....................Upon the thin glass I stood, ....................Which separated me from the black depths; ....................Close beneath my feet I saw ....................Her white beauty, limb by limb. Mit ersticktem Jammer tastet’ sie An der harten Decke her und hin – Ich vergeß’ das dunkle Antlitz nie, Immer, immer liegt es mir im Sinn! ....................With stifled anguish she groped ....................Back and forth against the hard ceiling – ....................I shall never forget that dark face, ....................Forever, forever it remains in my mind!

