
[Intro – sanft, nachdenklich] Wie kann man sich so nah gewesen sein und irgendwann doch fremd zueinander sein? Wie kann aus einem Wir ein Schweigen werden? Und warum verlieren wir uns auf Erden? [Strophe 1] Wir haben so viel miteinander geteilt, haben gelacht und Wunden geheilt. Wir kannten Geschichten, Gedanken und Träume, und bauten aus Augenblicken gemeinsame Räume. Doch irgendwann veränderte sich etwas, aus einem Gespräch wurde Abstand und Kälte. Was früher noch leicht zwischen uns entstand, schien plötzlich verloren, kaum wiedererkannt. Wir hätten reden, wir hätten verstehen, uns unsere Fehler vielleicht eingestehen können. Doch zwischen dem Wollen und dem, was geschah, wurde die Nähe mit jedem Tag rar. [Pre-Refrain] War es der Stolz, der uns im Wege stand? War es die Angst, die uns voneinander trennte? Oder haben wir zu spät erst erkannt, was uns verband und was uns fehlte? [Refrain – emotional, kraftvoll] Warum verlieren wir uns immer wieder, obwohl wir einst so nah uns war'n? Warum verstummen unsre Lieder, obwohl wir so viel miteinander teilten? Warum fällt es uns so schwer, aufeinander zuzugehen? Warum lassen wir uns los, statt einander zu verstehen? Vielleicht war nicht zu wenig zwischen uns, vielleicht war's nur zu schwer. Und manchmal bleibt die Frage offen: Warum gibt es uns nicht mehr? [Strophe 2] Vielleicht hat jeder auf den andern gewartet, hat seine Gedanken zu lange bewahrt. Vielleicht war die Angst, verletzt zu werden, am Ende größer als der Wunsch, sich zu erklären. Vielleicht fehlte der Mut, auch einmal zu sagen: Ich hab dich verletzt, lass uns darüber reden. Vielleicht war das Schweigen bequemer als Streit, doch machte es größer die Einsamkeit. Denn niemand ist immer nur Opfer und Täter, manches versteht man erst Jahre später. Und manchmal erkennt man, wenn alles vorbei, wie viel noch möglich gewesen wär dabei. [Pre-Refrain 2] Nicht jede Verbindung kann für immer bestehen, nicht alle gemeinsamen Wege weitergehen. Doch manche zerbrechen nicht, weil nichts mehr da ist, sondern weil keiner den ersten Schritt wagt. [Refrain – voller, mit Harmonien] Warum verlieren wir uns immer wieder, obwohl wir einst so nah uns war'n? Warum verstummen unsre Lieder, obwohl wir so viel miteinander teilten? Warum fällt es uns so schwer, aufeinander zuzugehen? Warum lassen wir uns los, statt einander zu verstehen? Vielleicht war nicht zu wenig zwischen uns, vielleicht war's nur zu schwer. Und manchmal bleibt die Frage offen: Warum gibt es uns nicht mehr? [Bridge – ruhig, verletzlich] Ich wünschte, wir könnten manchmal sehen, was hinter fremden Reaktionen steht. Dass hinter Härte auch Verletzung liegt, und hinter Rückzug manchmal Angst geschieht. Doch Verständnis kann nicht alles heilen, wenn wir nicht bereit sind, es zu teilen. Denn eine Brücke baut sich nicht allein, zwei Menschen müssen dazu bereit sein. Und wenn ein Weg zu Ende geht, bleibt nicht nur das, was uns trennt. Es bleibt auch das, was einmal schön war, und alles, was man voneinander kennt. [Finaler Refrain – weit, hoffnungsvoll] Warum verlieren wir uns immer wieder, wenn wir uns doch so viel bedeuten? Warum werden aus vertrauten Stimmen irgendwann nur noch Erinnerungen? Vielleicht müssen wir lernen, nicht nur Recht zu behalten, sondern auch in schweren Zeiten unsre Verbindung mitzugestalten. Denn nicht jede Trennung war vermeidbar, nicht jedes Ende war falsch. Doch manche Menschen hätten bleiben können, wenn man gemeinsam neue Wege wagt. [Outro – sanft, nachklingend] Vielleicht begegnen wir uns irgendwann mit mehr Verständnis, als wir damals hatten. Vielleicht erkennen wir dann, was wir einander geben konnten. Und vielleicht ist die Antwort nicht, dass wir uns verlieren müssen … Sondern dass wir lernen, einander nicht zu verlieren, wenn wir uns noch finden können.

