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EGO SUM LYRA TUA (ich bin deine lyra)

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Wär’ ich heut' eine Saite fein  So kläng’ ich nur für dich allein  Von deiner Hand so wohl geführt  Daß jeder Ton das Herz berührt  Mal sanft gestrichen zart und lind  Mal kräftig wie der rauhe Wind  Gespannt in treuer Harmonie  Erklingt mein Sang nur dir wie nie  Verstummt mein Klang solang du lenkst  Stimmschlüssel drehst und an mich denkst  So bleib ich dein in süßem Bann  Bis leis' mein letztes Klingen sann  In deiner Gunst mein Wesen ruht  Du schenkst mir Maß melodich Glut  Ziehst an  Spannst nach mit zarter Hand  Wie’s ziemt im edlen Harfenstand  Wenn Fingerkuppen mich berühr'n  Muss selbst die Zeit fürwahr verglüh'n  Denn jeder Laut den du entfachst  Ist Zauber den du göttlich machst  Ich schwing mich dir in Treu und Pflicht  Verweigre dir mein Stöhnen nicht  Ob froher Tanz  Ob Klage schwer  Mein Herz extatisch und noch mehr  Und reißt die Spannung einst entzwei  So bleib mein Klang dir dennoch treu  Denn was in dir mein Lied entbrannt  Ward fest in deiner Macht gebannt  So nimm mich hin in deine Hut  Stimm' mich mit Kunst und sanfter Glut  Dass ich in reinem Tone bleib  Für dich erkling mein Saitenleib  In stiller Nacht bei Kerzenschein  Will ich dein süßer Bote sein  Der heimlich dir von Sehnsucht spricht  Im sanften Klang und leisem Licht  Und endet einst mein letztes Lied  Weil Zeit auch unsre Weise mied  So hallt mein Klang doch fort in dir  Als wär ich ewig noch bei dir  So hallt mein Klang doch fort in dir  Als wär ich ewig noch bei dir