Song Cover Image

Zersetzt

+ Show full styles
V5

(Intro) [Instrumental: Eine kalte, choruslastige Clean-Gitarre spielt ein einfaches, wiederholtes Motiv. Tiefer Synth-Bass schleicht darunter, langsame Kick und Snare setzen ein. Im Hintergrund gaaanz leises, unverständliches Flüstern.] (Verse 1) [Vocal: Leise, müde] Es fängt nie mit Sirenen an, kein Schlag, kein off’ner Bann. Es fängt im Flüsterton im Hinterzimmer an, ein „Hast du schon gehört?“ – das seinen Weg bald finden kann. Der Kollege wirkt distanzierter, der Chef plötzlich kühl, Termine „vergessen“, dein Projekt bleibt liegen, ohne Ziel. Ein Missverständnis hier, ein „Fehler“ dort, und du merkst, du wirst verschoben – Zentimeter, Wort für Wort. (Pre-Chorus) [Vocal: Etwas angespannter] Keiner zeigt auf dich und schreit, doch die Luft wird dünner mit der Zeit. (Chorus) [Vocal: Deutlich, verletzlich] Ich werde zersetzt – nicht von Kugeln, sondern leise, Stück für Stück demoliert, auf unsichtbare Weise. Keine offene Anklage, nur schleichendes Gift, das mein Umfeld langsam gegen mich verschiebt und drift’. Zersetzt – mein Name fällt in fremden Mündern, bis selbst die engsten Kreise sich von mir abwenden, wundern. (Verse 2) [Vocal: Mehr Schmerz] Ein Freund sagt Treffen plötzlich ab, ohne echten Grund, ein anderer wirkt nervös, sein Blick wird flackernd, wund. „Ich hab gehört, du wärst…“ – doch den Satz spricht keiner aus, als hätten sie ein Drehbuch, das sie kalt hält, still, zu Haus. Die Nachbarn sehn dich anders an, der Gruß wird halb so warm, dürre Höflichkeit als Decke über unterschwell’gem Alarm. In Chat-Gruppen bist du stumm geschaltet, „aus Versehen“, doch du spürst: Es ist beabsichtigt – sie wollen dich nicht mehr sehen. (Pre-Chorus) [Vocal: Bitterer] Keiner sticht das Messer klar, doch dein Rücken weiß, es war. (Chorus) [Vocal: Intensiver] Ich werde zersetzt – nicht von Kugeln, sondern leise, Stück für Stück demoliert, auf unsichtbare Weise. Keine offene Anklage, nur schleichendes Gift, das mein Umfeld langsam gegen mich verschiebt und drift’. Zersetzt – mein Name fällt in fremden Mündern, bis selbst die engsten Kreise sich von mir abwenden, wundern. (Bridge) [Instrumental: Drums werden reduzierter, Bass bleibt, Gitarre hält lange, kalte Akkorde. Leises Flüstern im Hintergrund lauter.] [Vocal: Geflüstert, nah am Mikro] Sie brauchen keine Fäuste, keine sichtbare Gewalt. Sie machen aus deinem Leben ein Labyrinth aus Spalt. [Vocal: Normal, gebrochen] Wenn alle dich mit Misstrau’n sehn, brauch’n sie dich nicht mal zu versteh’n. Du gehst von selbst… irgendwann. (Chorus – letzter) [Vocal: Am stärksten, kurz vor dem Zerreißen] Ich werde zersetzt – nicht von Kugeln, sondern leise, Stück für Stück demoliert, auf unsichtbare Weise. Sie drehen an den Schrauben, dort, wo’s wirklich weh tut, tief, bis jede Brücke unter meinem Namen langsam schief. Zersetzt – kein lauter Krieg, nur innerer Verfall, bis ich allein im Spiegel steh – und zweifle: War das alles real? (Outro) [Instrumental: Das Gitarrenmotiv wiederholt sich, wird leiser. Flüstern verstummt. Ein letzter, tiefer Bass-Ton, dann Stille.] [Vocal: kaum hörbar] Zersetzt… und keiner war’s.