
Nach`m Hochmut Bekanntlich kommt zuerst der Hochmut und dann kommt der Fall. Was nahezu genauso häufig zu beobachten ist, ist das große Staunen, weil nach dem Fall, der mal tief, mal noch tiefer geht, fällt uns nichts mehr ein. Bekanntlich kommt nach Hochmut und Fall, die Ausrede, doch die wenigsten Reden sich wirklich aus. Im Hochmut da das Meinen am höchsten angesetzt wird, da die Höhen erklommen sind, wir uns im Zenith des Lebens sehen, ist es bekanntlich schwer zu hören was das Leben wahrlich ausmacht. Wer zu dieser Zeit hört ist doch sowieso ein Spießer oder ein ganz Kleinkarierter. Alles ein altes Lied und der Lebenshochmut wird schier unersättlich genährt, gar eine ganze Gesellschaft schürt ihn an. Wenn der Fall kommt, bleibt uns die Klappe offen stehen. Wenn die Ausreden allesamt verdampft sind, könnten wir mit der Weisheit beginnen. Wie heißt es viel zu unbekannt? Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang... Aber aber, sagen tausend Stimmen, das kann es nicht sein. Sie sagen, dank unserer Zunge sind wir stark, sie deuten deutlich, kommt, lasst uns in diese und jene Stadt gehen, wollen wir dies und jenes anfangen, es wird uns gelingen. Wer könnte uns wehren? Nach dem Fall fällt uns nichts mehr ein, aber im Moment ist der Hochmut noch die höchste Phase auf unserer Lebenstour.

