
Kein Krieg in meinem Namen
[Intro - Female Spoken Word, distant, emotional] "Wenn sie wieder sagen, es sei nötig, es sei alternativlos… Frag dich: Wer bezahlt den Preis? Und sprich: Nicht in meinem Namen." [Verse 1 – Male Rap] Die Sirenen in der Ferne, doch das Echo trifft uns hier, auf der Couch vor dem Bildschirm, wir ertrinken im Papier. Analysen, Experten, die die Lage neu vermessen, doch kein Wort von den Gesichtern, die man morgen schon vergisst. Da ein Vater ohne Kinder, dort ein Kind ohne ein Haus, eine Mutter zählt die Toten, kommt aus diesem Traum nicht raus. Frontverlauf auf bunter Karte, doch der Schmerz ist nur in grau, jeder Einschlag trifft die Menschheit, nicht nur schwarz-weiß, nicht nur blau. Sie reden von Interessen, von Allianzen, kaltem Spiel, doch kein Vertrag kann je erklären, was ein Menschenleben fiel. Während Truppen marschier'n und Raketen wieder starten, sitzt ein Teenie nachts im Dunkeln, zählt die Stunden, zählt die Narben. [Pre-Chorus – Male & Female unison, soft] Sie zieh'n die Linien über Länder, über Meer, doch was sie nie versteh'n: Wir sind viel, sie sind nur wenig mehr. Wenn wir die Stimme heben, nicht als Flagge, sondern Mensch, dann bricht ihr altes Muster, dann stirbt ihr alter Kriegskonsens. [Chorus – Female Lead, Male backing / ad-libs] Kein Krieg, kein Krieg in meinem Namen, keine Träne mehr für eure Machtprogramme. Kein Blut, kein Blut in meinem Namen, unsre Seelen sind kein Preis für eure Flammen. Ich steh für alle Völker, jede Frau, jedes Kind, bis der letzte General versteht, dass wir Viele sind. [Instrumental – Piano & Pads, leichter Build-Up, 8–16 Takte] [Verse 2 – Male Rap] Sie sagen: "Pflicht" und "Ehre", sagen "Schutz der Sicherheit", doch am Ende steh'n Rekruten, blutjung, an der Front bereit. Ein Befehl, ein Funkspruch, und ein Leben wird gelöscht, während irgendwo 'ne Liste wächst: "Verlust" – ganz nüchtern, schön gefasst. Die, die entscheiden, fliegen weg im Staatsjet ihrer Wahl, bunkern Gold und neue Pässe, wenn es brenzlig wird, normal. Doch die, die bleiben, sind die Körper, sind die Seelen im Beton, das sind Bauern, Bäcker, Lehrer – nicht die Herren auf dem Thron. Und wenn Nahost in Flammen steht, dann glüht die Welt gleich mit, Energie verknappt, die Rechnung kommt – du zahlst sie mit. Heizkosten oder Essen, Psyche bricht im grauen Stress, Depression als stille Folge ihres nächsten Schachzug-Fests. [Pre-Chorus – Female Lead, Male leise im Hintergrund] Sie zieh'n die Linien über Länder, über Meer, doch was sie nie versteh'n: Wir sind viel, sie sind nur wenig mehr. Wenn wir die Stimme heben, nicht als Flagge, sondern Mensch, dann bricht ihr altes Muster, dann stirbt ihr alter Kriegskonsens. [Chorus – Duett, kraftvoll] Kein Krieg, kein Krieg in meinem Namen, keine Träne mehr für eure Machtprogramme. Kein Blut, kein Blut in meinem Namen, unsre Seelen sind kein Preis für eure Flammen. Ich steh für alle Völker, jede Frau, jedes Kind, bis der letzte General versteht, dass wir Viele sind. [Instrumental – Beat stärker, kurze Vocal-Chops, 8 Takte] [Bridge – Female Spoken Word, sehr klar, eindringlich] "Du bist nicht nur Staatsbürger. Du bist Mensch. Deine Stimme ist kein Echo ihrer Parolen. Wenn sie sagen: 'Wir müssen in den Krieg' – hast du das Recht zu sagen: 'Nein. Nicht mit mir. Nicht in meinem Namen.'" [Verse 3 – Male Rap, zunehmend energisch] Stell dir vor, die Grenzen wären Tinte, die im Regen weicht, und wir seh'n dahinter Menschen, nicht mehr Feindbild, nicht mehr Feig'. Wenn der Junge in der Uniform die gleiche Angst verspürt wie du, begreifst du: Das ist kein Gegner – nur 'ne Seele auf der Flucht. Sie brauchen unser Schweigen wie Benzin im Kriegsmotor, doch wenn wir kollektiv verweigern, stirbt ihr Donner, stirbt ihr Chor. Keine Stimmen mehr für Kriege, kein Applaus im Parlament, wenn wir sagen, was wir meinen und nicht, was man von uns kennt. Das ist kein naiver Traum, das ist ein logischer Effekt: Ohne Masse keine Schützen, ohne Schützen kein Gefecht. Und der Flächenbrand, den alle fürchten, bleibt vielleicht doch aus, wenn wir statt Hass zu teilen, Menschlichkeit im Herzen baun. [Pre-Chorus – Beide, etwas leiser, fast geflüstert] Sie zieh'n die Linien über Länder, über Meer, doch was sie nie versteh'n: Wir sind viel, sie sind nur wenig mehr. [Chorus – Female Lead, Male kräftig mit, finale Steigerung] Kein Krieg, kein Krieg in meinem Namen, keine Träne mehr für eure Machtprogramme. Kein Blut, kein Blut in meinem Namen, unsre Seelen sind kein Preis für eure Flammen. Ich steh für alle Völker, jede Frau, jedes Kind, bis der letzte General versteht, dass wir Viele sind. Kein Krieg, kein Krieg in meinem Namen, bis die letzte Waffe schweigt in allen Kammern. [Outro – Instrumental, Piano & leiser Beat, Female Spoken Word (leise)] "Wir sind nicht die Spielfiguren. Wir sind die, die das Brett verlassen können. Heute. Nicht morgen."

