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Wortsammler

[Intro] Sammelwut. Wortschatzkiste. Aufgepasst. [Verse 1] Ich bin ein Wortsammler, ein Jäger und Sammler von Lauten ich lausche den Alten, wenn sie von früher raunen und finde Perlen wie "Mummpitz" und "Fisimatenten" Wörter mit Charakter, mit Ecken und Kanten, keine Renten- anwärter, die auf den Tod warten im Duden-Regal Nein, das sind lebendige Wesen, mit Klang und Moral Ich pack sie in mein Notizbuch, geb ihnen ein neues Zuhaus und lass sie raus, wenn die Welt da draußen wieder mal zu grau is. [Break] [Chorus] Ich baue Sätze aus "Habseligkeiten" und "Firlefanz" und tanze Walzer mit dem "Weltschmerz", eine Eleganz die man heute kaum noch findet, in der schnellen Zeit Ich bin ein Archäologe der Sprache, für die Ewigkeit. [Instrumental] [Verse 2] Da ist das "Fingerspitzengefühl", so zart und so präzis und sein grober Vetter, der "Holzhammer", der alles zerreißt, gewiss Ich liebe das "Augenmaß" und die "Tohuwabohu" und wenn ich mal traurig bin, hilft mir ein "ach du grüne Neune"-Voodoo Ich poliere alte Werben, bis sie wieder glänzen und entdecke in Adjektiven ganz neue Existenzen Die Sprache ist ein Spielplatz, ein unendliches Land und ich bin der Entdecker, mit dem Stift in der Hand. [Break] [Chorus] Ich baue Sätze aus "Habseligkeiten" und "Firlefanz" und tanze Walzer mit dem "Weltschmerz", eine Eleganz die man heute kaum noch findet, in der schnellen Zeit Ich bin ein Archäologe der Sprache, für die Ewigkeit. [Instrumental] [Bridge] Sie sagen, Sprache muss effizient sein, glatt und international Jeder Buchstabe zu viel ist eine Qual, eine Last, eine Wahl die man nicht treffen sollte, im Namen der Globalisierung Doch in den Lücken und den Schnörkeln, da liegt die Resonierung der Seele, die man nicht in Nullen und Einsen bepreist der wahre Geist, der sich dem Einheitsbrei widersetzt, zumeist. [Verse 3] Ich wate durch den "Schlamassel", das "Kuddelmuddel" ist mein Revier ein lautes "Papperlapapp" für die Nörgler, was wollt ihr denn von mir? Ich seh den "Dreikäsehoch", der schon vom "Backfisch" schwärmt und hab dabei ganz nebenbei ein neues Wort gelernt Ich liebe das "Gedöns", das man nicht braucht, aber trotzdem hat und bin für jeden "Quatsch mit Soße" sofort parat. [Break] [Chorus] Ich baue Sätze aus "Habseligkeiten" und "Firlefanz" und tanze Walzer mit dem "Weltschmerz", eine Eleganz die man heute kaum noch findet, in der schnellen Zeit Ich bin ein Archäologe der Sprache, für die Ewigkeit. [Instrumental] [Outro] Fernweh... Kleinod... Feierabend...