
[Verse 1] Hoch über dem Gailtal, wo die Karnischen Alpen steh'n, zwischen Kärnten und Friaul gibt es Besonderes zu seh'n. Eine Blume, die im Juni blüht, und aufmerksame Betrachter anzieht. [Verse 2] Hinter der Watschiger Alm, am schattseitig'n Gartnerkof'l-Hang, wächst ein schlichtes Kraut von Seltenheit, zottelig ist sein blaues Blütenkleid. Wird vom Volksmund Kuhtritt genannt, ist als Wulfenia carinthiaca bekannt. [Chorus] Rare Pflanze du, uns're Wulfenia, trotzig und einfach stehst du da. Beständig, einzigartig, eigenwillig und markant, ein Sinnbild für die Leut' im Land. [Verse 3] Mit Kameras und offenen Augen steigt ein Paar den Berg hinan. Zwischen Almrausch und Kalkgestein halten sie bei der Wulfenia an. Die jungen Leute sammeln Bilder, fangen so das Blümlein ein. [Verse 4] Die Rarität erleidet keinen Schaden, und so soll es ja auch sein. Auf der Alm ist dann Mittagspause, man genießt die Gastlichkeit. Bei Kaiserschmarrn und Brettljause verbringt man eine gute Zeit. [Chorus] [Verse 5] Beim Abstieg fällt der Blick aufs Neue auf Lifte, Hütten, Hotelkomplexe. Wer von denen, die hier froh verweilen, interessiert sich noch für solche Gewächse? Beim Nassfeldkirchlein hält man Rast, die Bergwelt kennt das Wort Trennung nicht. [Verse 6] Sie blicken zum Nassfelder See darunter, genießen die Stille dieser Weite. Dann spazieren sie zum Parkplatz weiter, mit Bildern und Freude im Geleite. Die Wulfenia bleibt auf ihrem Berg, ein kleines Wunder der Natur. [Final Chorus] Rare Pflanze du, uns're Wulfenia, trotzig und einfach stehst du da. Beständig, einzigartig, eigenwillig und markant, ein Sinnbild für die Leut' im Land.

