
Ich fühle mich so schwach, bin nur halbwach. Langsam geh ich in die Küche, bereite mir einen Kaffee zu. Und es läuft das heiße Wasser in die Tasse, und der Duft erfüllt den Raum. Die Tageszeitung liegt schon vor der Wohnungstür. Der Nachbar hat sie hingelegt. Ich überfliege die Schlagzeilen von Unglück und Krieg. Flugzeuge sind abgestürzt, Landstriche unter Wasser gesetzt. 50 Grad in Indien, Tornados verwüsten Amerika. Warum kann nicht gleich die ganze Welt vergehen? Warum muss ich ertragen und immer nur ertragen? Ein schwarzes Loch nimmt alles in sich auf. Dunkle Wolken in meinen Gedanken überschatten mir Die Helle des Tageslichts. Nebelschwaden ziehen auf und wollen nicht weichen. Ich ziehe die Vorhänge vor und es erstirbt das letzte Licht. Warum kann nicht gleich die ganze Welt vergehen? Warum muss ich ertragen und immer nur ertragen? Ein schwarzes Loch nimmt alles in sich auf. Vögel stürzen gegen das Fenster, vielleicht, wollen auch sie nicht mehr. Eintagsfliegen vertrocknen auf dem Fenstersims. Warum kann nicht gleich die ganze Welt vergehen? Warum muss ich ertragen und immer nur ertragen? Ein schwarzes Loch nimmt alles in sich auf. Eine Spinne steigt hin zu ihrem Fang im Netz. Ich beobachte, wie sie sich daran nährt. Sie tut es und glaubt an einen Morgen. Sie funktioniert einfach und hat keine Sorgen. Und wenn auch die ganze Welt vergeht: Ich will es versuchen, versuchen! Die Hoffnung stirbt zuletzt. [Chorus] Und wenn auch die ganze Welt vergeht: Ich will es versuchen, versuchen! Denn die Hoffnung stirbt zuletzt, stirbt zuletzt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

