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Trotzdem steh ich auf

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TROTZDEM STEH ICH AUF [Dunkle Cinematic-Pop-Ballade · ca. 72 BPM · weibliche Hauptstimme · Klavier, Cello, Streicher · Kinderchor zunächst sehr leise, später groß und emotional] [Intro – Klavier, einzelne tiefe Töne] Ich wach auf, noch bevor der Morgen weiß, dass es ihn gibt. Hab kaum geschlafen, doch die Welt fragt nicht, wie müde man ist. Ein Blick in den Spiegel. Augen, die mehr wissen, als sie zeigen. Also steh ich auf. [Strophe 1] Ich zieh mich an, als wär heute irgendein normaler Tag. Ein bisschen Farbe ins Gesicht, damit keiner meine Fragen sieht. Mach meine Haare, setz mein Lächeln auf. „Alles gut?“ Ja klar. Was soll ich denn sonst sagen? Keiner sieht, wie schwer ein kleiner Schritt sein kann. Keiner hört, wie laut es hinter meinem Schweigen ist. Und trotzdem geh ich raus. [Pre-Chorus – Streicher setzen langsam ein] Vielleicht bin ich müde. Vielleicht hab ich Angst. Vielleicht weiß ich manchmal selbst nicht, wie lange ich das noch kann. Aber irgendwo in mir ist diese kleine Stimme … [Kinderchor – sehr leise, fast geflüstert] Steh auf … Steh auf … Nur noch einen Schritt … [Refrain] Also steh ich trotzdem auf, zieh mich an und geh hinaus. Auch wenn keiner sehen kann, wie viel Kraft mich heute kostet. Ich geh weiter, Stück für Stück, schau nach vorne, nicht zurück. Und wenn ich heute nur den Tag übersteh, dann reicht das für heute. [Kinderchor – sanft] Geh weiter … Geh weiter … Du musst noch nicht am Ziel sein. [Strophe 2 – Beat setzt sehr dezent ein] Ich arbeite. Ich rede. Ich lache sogar manchmal laut. Und für einen kleinen Augenblick glaub ich selbst daran, dass alles wieder normal ist. Niemand sieht die Erschöpfung unter meinem Make-up. Niemand sieht die Gedanken hinter meinem Lächeln. Denn ich hab gelernt zu funktionieren, während in mir alles nach Ruhe schreit. Und vielleicht ist genau das meine Art zu kämpfen. Nicht laut. Nicht heldenhaft. Einfach jeden verdammten Morgen wieder aufzustehen. [Pre-Chorus – stärker] Doch je tiefer die Sonne sinkt, desto leiser werde ich. Denn während andere sagen: „Endlich ist der Tag vorbei“, denke ich nur: Bitte … noch nicht. [Musik bricht fast vollständig ab] [Bridge – nur Klavier und Stimme] Denn ich hab Angst vor der Nacht. Vor diesem Moment, wenn niemand mehr etwas von mir braucht. Wenn keine Aufgabe mehr wartet. Wenn kein Telefon klingelt. Wenn alles still wird … außer meinem Kopf. Dann kommen die Gedanken. Die Fragen. Die Bilder. Das Morgen. Das Gestern. Alles gleichzeitig. Und manchmal liege ich einfach da und wünsche mir nur, dass endlich wieder Licht durch dieses Fenster fällt. [Stille] [Kinderchor – sehr fern] Es wird Morgen … [Pause] Es wird wieder Morgen … [Hauptstimme, leise] Ja. Irgendwann wird es Morgen. [Finaler Refrain – Drums, Streicher, großer Aufbau] UND DANN STEH ICH WIEDER AUF! Zieh mich an und geh hinaus. Male Farbe in mein Gesicht, auch wenn meine Seele heute müde ist. Ich geh weiter, Stück für Stück, manchmal vorwärts, manchmal zurück. Ich muss heute keine Heldin sein. Ich muss nur diesen einen Tag schaffen. [Kinderchor – groß, aber warm] Steh wieder auf! Geh wieder raus! Einen Schritt! Noch einen Schritt! [Hauptstimme] Ich hab Angst – [Kinderchor] Geh trotzdem. [Hauptstimme] Ich bin müde – [Kinderchor] Geh trotzdem. [Hauptstimme] Ich weiß nicht, wie – [Kinderchor, stärker] Nur einen Schritt. [Hauptstimme + Chor] Denn vielleicht bedeutet Stärke nicht, niemals zu fallen. Vielleicht bedeutet Stärke, am nächsten Morgen wieder da zu sein. [Outro – Musik wird langsam kleiner] [Kinderchor a cappella] Wenn die Nacht auch dunkel ist, irgendwann kommt Licht. Wenn du heute müde bist, geh nur Schritt für Schritt. [Hauptstimme – fast gesprochen] Ich bin nicht unverwundbar. Ich bin nicht immer stark. Ich habe Angst. Ich bin erschöpft. Aber morgen früh … [lange Pause] steh ich wieder auf. [Kinderchor – ganz leise] Trotzdem … Trotzdem … [Hauptstimme] Trotzdem.