Song Cover Image

nie wieder zurück

NIE WIEDER ZURÜCK [Intro – geflüstert] Vier Wände. Zu viele Gedanken. Zu wenig Luft. Ich dachte, irgendwann wird es besser. Doch irgendwann wurde einfach heute. [Strophe 1] Tage wurden Nächte, Nächte wurden gleich, hab die Welt nur noch gesehen durch ein Fenster aus Glas. Alles stand still, doch mein Kopf wurde laut, hab mich selbst nicht erkannt, wenn ich morgens aufwach. Keiner wusste wirklich, was in mir passiert, hab gesagt „alles gut“, während alles kollabiert. Zu viel Zeit mit mir selbst, zu wenig Menschen um mich, und irgendwann war die Stille lauter als jedes Gesicht. Ich hab Nächte durchgemacht, nur um nicht nachzudenken, hab versucht, meine Gedanken irgendwohin zu lenken. Doch egal, wie weit ich lief, ich nahm mich immer mit, vor dem eigenen Kopf gibt es keinen letzten Schritt. [Pre-Hook] Vielleicht war ich nicht verrückt, vielleicht war ich nur zu lange allein. Vielleicht muss man erst zerbrechen, um zu wissen, wer man wirklich sein will. [Hook] Nie wieder zurück, nie wieder dahin, wo ich war. Ich hab zu viel verloren, doch ich bin immer noch da. Wenn der Wahnsinn mich ruft, dreh ich mich nicht mehr um. Hab gelernt, mit meinen Schatten zu leben, doch ich werde nicht wieder stumm. Nie wieder zurück. Was war, bleibt hinter mir. Ich hab die Hölle überlebt und sie hat mich nicht besiegt. [Strophe 2] Ich erinnere mich an Tage ohne Perspektive, an Gespräche mit mir selbst, weil niemand mehr blieb. An Nachrichten, die kamen, doch nichts daran war echt, an Menschen, die verschwanden, als das Leben schwierig wurde. Ich hab gezählt, wie viele Stunden eine Nacht haben kann, hab mich gefragt, wann dieses Leben endlich wieder anfängt. Draußen fuhr die Welt an mir vorbei, doch in meinem Zimmer stand die Zeit still. Und irgendwann hab ich verstanden: Ich kann nicht ändern, was passiert ist. Aber ich kann entscheiden, was davon morgen noch Macht über mich hat. [Drop – kurze Vocals] Keine Angst. Kein Zurück. Kein Verstecken. ICH BIN NOCH HIER. [Hook] Nie wieder zurück, nie wieder dahin, wo ich war. Ich hab zu viel verloren, doch ich bin immer noch da. Wenn der Wahnsinn mich ruft, dreh ich mich nicht mehr um. Hab gelernt, mit meinen Schatten zu leben, doch ich werde nicht wieder stumm. [Bridge – ruhig] Vielleicht war diese Zeit kein Ende. Vielleicht war sie der Anfang. Denn als alles um mich herum zerfiel, blieb irgendwann nur noch einer übrig. Ich. [Final Hook – größer] Nie wieder zurück, ich hab meine Ketten gesprengt. Jede Nacht, die mich gebrochen hat, hat mich näher zu mir gelenkt. Wenn der Wahnsinn mich ruft, lass ich ihn hinter mir. Denn ich weiß jetzt, wer ich bin – und ich bleibe hier. Nie wieder zurück. Kein Blick mehr nach hinten. Was mich fast zerstört hat, kann mich heute nicht mehr finden. [Outro – geflüstert] Die Welt stand still. Ich nicht.