
Logbuch Tag Zwei Du lagst wach im Druck Im engen Bett aus Stahl Das rote Licht da draußen Strich die ganze Nacht Und du hast dich gefragt Ob hier noch jemand lebt Vierhundertfünfzig Meter tief Und du wolltest nicht allein sein 06:14 Uhr Du siehst die Uhr ganz klar Und irgendwas bewegt sich So ruhig, so nah Kein Fisch, kein Wirbel Nichts, was du kennst Nur diese eine Form Die durch die Schatten rennt Schau mich an Schau mich an Wer sieht hier wen? Schau mich an Schau mich an Und lass mich stehen (wer sieht hier wen?) (wer sieht hier wen?) Im dunklen Blau Bleibst du bei mir Aus einer Spalte im Stein Kommt erst ein Arm, dann zwei Die Haut wechselt ihr Muster Ganz sanft, fast nebenbei Nicht wild, nicht auf der Flucht Mehr wie ein stilles Zeichen Du spürst, wie dir der Atem Bis in die Hände steigt Du willst jetzt alles wissen Doch sagst erst mal nichts Ein Auge in dem Schatten Und es trifft dein Licht Du denkst an jede Warnung An jeden klugen Satz Doch dein Kopf wird ganz leise Als es dich ansieht, schwarz auf schwarz Schau mich an Schau mich an Wer sieht hier wen? Schau mich an Schau mich an Und lass mich stehen (wer sieht hier wen?) (wer sieht hier wen?) Im dunklen Blau Bleibst du bei mir Ist es Jagd Oder Einladung? Ist es Angst Oder Prüfung? Du willst den Recorder nehmen Doch deine Hand bleibt still Und in dem kleinen Augenblick Versteht dein Herz zu viel Schau mich an Schau mich an Wer sieht hier wen? Schau mich an Schau mich an Und lass mich stehen (wer sieht hier wen?) (wer sieht hier wen?) Im dunklen Blau Bleibst du bei mir Schau mich an Schau mich an Jetzt bist du drin Schau mich an Schau mich an Bis ich dich find (wer sieht hier wen?) (wer sieht hier wen?) Im dunklen Blau Bleibst du bei mir

