
seid still
seid still ihr Unruhegeister, die ihr euch hinter allem versteckt, was sich mir aufdrängt. seid still ihr Gedanken und Wünsche die ihr euch an mich heftet wie lästige Kletten, obwohl ihr nur um nichtiges kreist. seid still, ihr Gefühle und Stimmungen, ihr Zeugen der Vergangenheit, die ihr mich auf vergangenes festlegt. seid still ihr Sorgen und Befürchtungen, die ihr mich antreibt und mich glauben lasst, rastloses Eilen öffne einen Weg nach vorne. seid still ihr selbstsicheren Wortführer, die ihr euch gerne reden hört, und doch nichts zu sagen habt. seid still ihr Herren der Welt, die ihr euch in der Zeit verewigen wollt, und euch dennoch wie Blätter im Wind verliert. sei still meine Seele, trete in den weiten Raum deines Herrn ein, des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er schenkt dir Zukunft und Hoffnung! SEI STILL SEI STILL SEI STILL [Text: Ulrich Schlittenhardt] [inspiriert von Sacharja 2,17; Psalm 6,11; 62,6; 121,2; 131,2]

