
Darum Christ Warum ich Christ bin? Warum ich kein Christ war, war die Frage vorher. Ich höre immer, was gegen den Glauben an Jesus spricht. Warum ich Christ bin liegt daran, dass im Glauben an Jesus die entscheidende Grundfrage geklärt ist, die mir keine Religion und auch keine Philosophie klären konnte. Die Frage stellte sich auf eine Grundannahme die lautete: Wenn es einen Gott gibt ist dieser absolut heilig, er ist das Vollmaß, höchste Instanz. Jede mir bekannte Religion spiegelt solch ein Bild, ein heiliges, absolut gerechtes Wesen und wenn nicht in dieser Wesensform, dann die Absolutheit in der Materie. Ich würde mal sagen, letzteres ist das heutige Glaubensmaxim. Auf der anderen Seite stehe ich als Mensch, an allen Maßstäben gemessen ein wirklich gefallenes Geschöpf, gegenüber einem Gott ein verlorenes Geschöpf. Und jetzt das oder die Angebote jeglicher Religion, tue dies, tue das, mache da eine Kniebeuge, versenke dich dort, schwinge dich von Bewußtsein zu Bewußtsein. Es reicht nie und Gott gilt als unnahbares Etwas oder so groß, dass alles vergeblich bleibt. Die einen meinen Gott irgendeinen Gefallen durch Enthaltsamkeit zu tun, die anderen glauben die Ehre eines Gottes verteidigen zu müssen und mit aller Gewalt jeden Widerspruch aus der Welt zu räumen. Nein, Religion konnte mich nicht erreichen, aber dieser Graben blieb und dann kam diese Offenbarung, ohne die niemand Christ sein kann. Christus hat am Kreuz für mich gezahlt, er hat mein Gericht auf sich genommen, er hat um es einmal spitz zu sagen das Ende der Religion markiert. Warum ich Christ bin? Weil die Grundfrage meines Lebens geklärt ist. Ich darf frei in Jesus erkennen, Gott hat alles getan und wehe mir, wenn ich meine, da gäbe es einen Funken des Selbstrühmens. Es ist das Ende aller religiösen Gymnastik. Im Bild der Stiftshütte war alles schon gezeigt, dadurch zeigte er uns den Himmel und jeder Tag mit dem Auferstandenen ist ein Tag auf der erlösten Seite unseres noch irdischen Dasein.

