Song Cover Image

Unter dem Letzten Stern

+ Show full styles
V4.5

Er brannte nicht. Er leuchtete nicht. Er war nur… der Letzte. Ich ging durch den Himmel, der keiner mehr war. Kein Licht, nur Erinnerung, nur kalte Gefahr. Die Nacht war so leer, dass selbst Dunkel verschwand, und der letzte der Sterne in meiner Hand stand. Unter dem letzten Stern war ich noch ganz. Ein Flimmern, ein Staunen, ein wortloser Tanz. Ich sah, was niemand mehr sah, den Schatten von allem, was einmal geschah. Er fiel nicht vom Himmel, er fiel aus mir raus. Ein Schimmer, ein Nichts, ein verlass’nes Zuhaus. Ich hielt ihn zu lange, bis er sich verlor, ein Punkt in der Schwärze, ein verstummtes Tor. Vielleicht war es nie Licht. Vielleicht nur das Letzte, was in mir noch glaubte, sich widersetzte. Unter dem letzten Stern wurd' ich ganz klein. Der Blick ohne Richtung, ein Warten auf Sein. Ich war, und ich blieb für ein hauchdünnes Jahr, in der Nacht unter dem, was mein Lieblingsstern war. Und dann ging auch er.