
Strophe 1 Zwischen Jetzt und Irgendwann liegt ein leiser erster Schritt. Kein Plan treibt uns voran, nur das Gehen nimmt uns mit. Strophe 2 Wahrheit wechselt ihr Gewicht, kennt kein Bleiben, keinen Stand. Was sich heute sicher gibt, löst sich leise, unerkannt. Strophe 3 Hoffnung wächst aus freiem Gehen, nicht aus Schutz und aus Besitz. Wer nur bleibt und nichts will wagen, merkt zu spät, was wichtig ist. Refrain Zwischen Bleiben und Vergeh’n liegt kein Ziel, das fest besteht. Sinn entsteht im Weitergeh’n, weil nichts bleibt, was ewig steht. --- Strophe 4 Bindung bleibt, wenn sie nicht hält, wächst im Lassen, nicht im Zwang. Wer aus Angst nur Nähe wählt, vergisst sich selbst ein Leben lang. Strophe 5 Glück erscheint oft viel zu kurz, doch es wiegt mehr als es scheint. Was sich nicht bewahren lässt, zeigt, wie echt es mit uns meint. Refrain Zwischen Halten und Verlust wächst Bedeutung mit Gewalt Was sich nicht besitzen lässt, trägt uns weiter, ohne Halt --- Strophe 6 Sieg trägt Namen, laut und klar, doch er kennt nicht immer Wert. Leises Wachsen, kaum sichtbar, bleibt oft das, was wirklich nährt. Strophe 7 Freiheit ohne Ziel zerfällt, Ordnung ohne Wahl wird leer. Zwischen beidem hält die Welt uns in leiser Gegenwehr. Refrain Zwischen Anfang und Verzicht bleibt kein Wort, das alles fasst. Sinn zeigt sich im Weitergeh’n, während jede Form verblasst. --- Strophe 8 Gedanken leben, wenn man fragt, verstummen im Selbstgenügen. Wo kein Zweifel mehr gewagt, beginnt Verstehen sich zu trügen. Strophe 9 Am Ende fragt nichts nach Gewinn, kein Urteil hält uns lange fest. Was bleibt, ist nur ein Neubeginn, der kommt und geht und auch verlässt.

