
Faust I – Teil 14 Die erste Begegnung [Verse 1] Die Straßen liegen still im Licht, der Tag verbirgt sein letztes Gesicht. Ein leiser Schritt, ein sanfter Blick, und plötzlich hält die Zeit ihr Stück. Kein Glanz aus Gold, kein Königskleid, nur stille, schlichte Ehrlichkeit. Sie geht vorbei, den Blick gesenkt, als hätte niemand sie bemerkt. ⸻ [Verse 2] Doch in dem einen Augenblick kehrt meine ganze Welt zurück. Nicht Bücher, Sterne, Macht und Ruhm – nur sie erfüllt den leeren Raum. Kein lautes Wort, kein großer Schwur, nur ihre stille, reine Spur. Als hätte Hoffnung ein Gesicht, das selbst im Abend leise spricht. ⸻ [Pre-Chorus] Wie kann ein einziger Moment verändern, was man Leben nennt? Warum wird plötzlich jeder Weg von einem neuen Traum bewegt? ⸻ [Chorus] Ein Blick genügt, die Welt erwacht, aus kalter Nacht wird warme Pracht. Was ich so lange nie verstand, liegt plötzlich nah in einer Hand. Nicht Sternenglanz, nicht großer Schein, ein einfaches, ehrliches Sein. Vielleicht beginnt das wahre Glück mit einem kleinen Augenblick. ⸻ [Verse 3] Ich suche Worte, doch sie schweigt, geht ihren Weg, ganz unbeirrt. Sie kennt mich nicht, sie ahnt noch kaum, wie sehr sie lebt in meinem Traum. Mephisto lächelt still dabei, er sieht des Herzens Zauberei. Wo Sehnsucht wächst im ersten Licht, vergisst der Mensch die Vorsicht nicht. ⸻ [Bridge] Die Liebe klopft nicht laut ans Tor, sie tritt ganz leise nur hervor. Ein Blick, ein Lächeln, kaum geseh’n, und schon kann nichts mehr so gescheh’n. Doch wo das Herz zu brennen wagt, wird auch der Schatten mitgefragt. Denn jede Flamme, hell und rein, wirft irgendwo auch Schatten ein. ⸻ [Final Chorus] Ein Blick genügt, mein Weg ist neu, mein Herz schlägt plötzlich stark und frei. Ich folge einer Melodie, die ich zuvor noch hörte nie. Was eben noch so fern erschien, zieht mich nun fort auf neuen Schienen. Ich ahne nicht, wohin es führt – nur dass mich etwas tief berührt. ⸻ [Outro] Sie geht davon, der Abend schweigt, der Himmel färbt sich gold und weit. Ein Name klingt noch nicht im Wind, doch längst weiß ich, wer sie mir ist.

