▌│█║▌║▌║ 𝙇𝙮𝙧𝙞𝙘𝙨 𝙗𝙮 𝙏𝙧𝙞𝙥𝙎 ║▌║▌║█│▌ [Verse 1] Es ist null Uhr dreizehn, draußen ist es dunkel, drinnen volumetrisch, weißes Licht das blendet Blick fixiert am Monitor, doch das Papier bleibt leer ich zwinge mich zum Schreiben, doch die Wörter wiegen schwer brauch ich nur ne Pause oder spür ich wie es endet die ganzen rohen Texte über dieses Häufchen Elend meine Art zu schreiben, aufgewühlt, innerlich bebend jede dieser Phasen bereits hundertmal vertextet meine Kreativität an die Dunkelheit verschwendet mir fällt einfach nichts mehr ein, kreative Ader eingedeckelt Scheintraurigkeit heiligt die Mittel, wenn ich um Songideen bettel eigentlich ähneln doch alle meine Zeilen einem Denkzettel [Bridge] mir war dauernd kalt, geplagt von diesem Permafrost jetzt ist mir viel zu warm, der Morgen schmeckt nach Sommerloch ich habe mich verliebt und die Schmetterlinge tanzen noch ungeduldig schreib ich dieses Lied, um mir zu zeigen ich kann es noch [Chorus] seit ich denken kann, fast ein Leben lang spiel ich alles runter was man fühlen kann ziehe meine Kreativität aus der Negativität die mir widerlegt das es Sinn macht das ich leb mein Antrieb war nicht zu suchen was mir fehlt sondern zu fühlen wie sehr mich die Suche quält [Verse 2] Fuck ich bin grad echt zufrieden, manchmal fühlt es sich so an als könnt ich fliegen dabei ist doch alles was mich ausmacht, tief verborgen hinter Schloss und Riegel jetzt ist da diese Wehrmacht, die alle Türen aufmacht bisschen wie ein neues Ich das meine Selbstwahrnehmung auslacht frag mich was es ist was dieses neue Ich hier ausmacht in jedem meiner Songs, sag ich mir ist kalt, oder frage mich warum fühle ich mich halb? dauernd rede ich mir ein den neuen Texten fehlt die Negativität, ich bin nur authentisch wenn es mir beschissen geht was soll ich denn nur machen? mir gehts halt nicht mehr schlecht brauche neue Muse, doch nen Song übers Lachen klingt jetzt auch nich grade echt [Chorus] seit ich denken kann, fast ein Leben lang spiel ich alles runter was man fühlen kann ziehe meine Kreativität aus der Negativität die mir widerlegt das es Sinn macht das ich leb mein Antrieb war nicht zu suchen was mir fehlt sondern zu fühlen wie sehr mich die Suche quält destruktiv vorangeschritten hab ich übersehn Kreativität muss nicht nur aus Leiden bestehn immerhin fang ich jetzt an es einzusehn wenn auch nur ein bisschen zu spät


