
[Verse] Ich hab so oft schon vorher überlegt, was richtig ist und was sich nicht gehört. Hab jeden Schritt erst tausendmal überdacht, und dabei nicht mal den ersten gemacht. Man will wissen, wo das Ganze endet, bevor man überhaupt den Anfang kennt. Und irgendwann hab ich mich selbst gefragt, was einem entgeht, wenn man immer nur überlegt und auf morgen vertagt. [Pre-Chorus] Muss es wirklich erst immer Gründe geben, bevor man sich gestattet, wirklich zu leben? [Chorus] Zulassen, dass ein guter Tag nicht geplant sein muss, Zulassen, was man will, anstatt dass man muss. Zulassen, dass ein Augenblick auch etwas zählt, wenn er nicht perfekt ist, oder etwas fehlt. Nicht alles muss entschieden sein, bevor es wirklich startet, nichts wird erlebt, wenn man immer nur wartet. Manchmal merkt man erst beim Tun, wie lebendig man noch ist. Gerade, wenn der Weg nicht vorher schon festgeschrieben ist. Zulassen dass aus einem irgendwann ein Jetzt wird. Nicht alles festhalten, nicht alles verstehen, einfach selbst losgeh'n und dann mal sehen... Zulassen. Das Leben zulassen [Verse] Oft wird aus "gleich" ein viel zu spät, Denn das Leben fragt nicht danach, wie schnell die Uhr sich dreht. Im Leben ist nichts wichtig, was man plant zu machen, es zählen eher die ungeplanten Sachen. Wir wollen oft erst wissen, ob sich etwas wirklich lohnt, bevor wir vertrauen, bevor wir etwas von uns geben. Doch wer auf jede Antwort wartet, bis er alles in Gänze erfasst, hat vielleicht schon den besten Augenblick verpasst. [Pre-Chorus] Wenn man nicht weiß, wo das alles enden kann, da fängt das eigentliche Leben an. [Chorus] Zulassen, dass ein Mensch dir näherkommt als vorgesehen, zulassen, dass Gefühle nicht nach einem Plan entstehen. Zulassen, dass ein Ja auch mal ganz ohne Sicherheit reicht, weil man sowieso nicht jede Möglichkeit vorher kennen kann. Vielleicht ist das Verrückte nicht, etwas zu riskieren, sondern ständig zu analysieren, bis wir Spontanität und Echtheit verlieren. Denn was bringt uns die Kontrolle, wenn am Ende nichts passiert? Das Leben wird erst real, wenn man es zulässt und ausprobiert. Kein "Was wäre wenn?" Kein "Irgendwann". Wenn jetzt etwas passiert, dann fangen wir einfach an. Zulassen. Das Leben bei den "Hörnern fassen" [Bridge] Wir können heute nicht entscheiden, was uns morgen vielleicht berührt, wenn wir nicht mal wissen, wohin unser Weg uns führt. Vielleicht ist genau das der Punkt, den man irgendwann versteht: Dass man sich mit Warten oft selber nur im Wege steht. [Final-Chorus] Zulassen, dass das Leben manchmal anderes für uns plant, zulassen, dass man eher vermutet als wirklich ahnt. Zulassen, dass man keinen Augenblick braucht, der größer ist als die Wirklichkeit, Denn dafür haben wir einfach zu wenig Zeit. Die schönsten Dinge im Leben brauchen weder Ziel noch Grund, manches wird erst durch Akzeptieren des Ungewissen, wertvoll und rund, Und wenn wir irgendwann zurückseh'n auf das, was vor uns lag, sind es meist die ungeplanten Stunden, an die man sich besonders gern erinnern mag. Nicht später, nicht irgendwann, nicht erst, wenn man sicher sein kann. Klopft das Leben bei dir an... Zulassen... mach' auf und fang an... Zulassen... [Outro] Ich will nicht mehr jeden Augenblick erst prüfen, bevor ich ihn erleb. Ich will nicht ständig wissen, wohin der nächste Schritt mich trägt. Mir reicht heute zu sein und zu sehen... Und sollte etwas Schönes passieren, lasse ich es gescheh'n. Zulassen... einfach zulassen... nicht alles planen... nicht alles versteh'n... Zulassen... Und offen durchs Leben gehen.. Zulassen...

