
Wir stehen am Tor, und über uns schweigt der Himmel. Kein Zeichen im Feuer, kein Donner, kein Licht. Wir warten auf die Götter, die uns sagen, was richtig ist. Wir warten auf ein Zeichen, während die Zeit uns vergisst. Die alten Namen schlafen unter Staub und schwarzem Stein. Doch manchmal hört man Schritte – als wollten sie wieder bei uns sein. Warten auf die Götter. Warten auf das große Wort. Doch wenn keiner niedersteigt, müssen wir selbst entscheiden, welchen Weg wir gehen. Denn vielleicht sind die Götter niemals fort gewesen. Vielleicht waren sie nur die Stimmen in uns selbst. Und vielleicht ist die Prüfung nicht, ob jemand uns rettet – sondern ob wir erkennen, wohin wir niemals zurückdürfen.

