[Intro – very intimate] Vielleicht brauchen wir gar nicht immer eine Antwort. Vielleicht müsst ihr nur bleiben. [Verse 1] Wenn ich sage: Ich habe Angst, sag nicht sofort: Du brauchst keine Angst zu haben. Frag mich lieber: Wovor? Wenn ich sage: Ich kann nicht mehr, sag nicht: Andere schaffen das doch auch. Setz dich hin. Schau mich an. Und hör zu. [Pre-Chorus] Vielleicht kann ein Mensch nicht jedes Problem lösen. Aber er kann verhindern, dass jemand es allein tragen muss. [Chorus] WENN IHR UNS ZUHÖRT, wird die Welt vielleicht nicht sofort besser. Aber unsere schon. Wenn ihr uns anseht, wenn wir reden, wenn ihr nicht gleich bewertet, nicht gleich erklärt, nicht gleich repariert— dann wissen wir: Wir sind nicht allein. WENN IHR UNS ZUHÖRT, lernen wir vielleicht, später auch euch zuzuhören. [Verse 2] Wenn ich euch erzähle, dass jemand gemein zu mir war, brauche ich nicht sofort eine Lösung. Vielleicht will ich nur, dass jemand sagt: Das hat bestimmt wehgetan. Wenn ich euch sage, dass ich nicht weiß, wer ich bin, müsst ihr nicht die Antwort kennen. Vielleicht reicht: Du darfst es herausfinden. [Chorus] WENN IHR UNS ZUHÖRT, wird aus einem Küchentisch manchmal der sicherste Ort der Welt. Wenn ihr das Handy weglegt, wenn ihr nicht nebenbei noch etwas erledigt, wenn für fünf Minuten nichts wichtiger ist als das, was wir erzählen— dann merken wir: Ich bin wichtig. [Bridge] Vielleicht verändert man eine Welt gar nicht zuerst mit großen Reden. Vielleicht beginnt es mit einem Kind, das etwas erzählt, und einem Erwachsenen, der wirklich zuhört. Vielleicht entsteht Respekt genau dort. Vielleicht Frieden auch. [Build – voices joining] Ich höre dich. Erzähl weiter. Ich bin hier. Ich gehe nicht. [Final Chorus] WENN WIR EINANDER ZUHÖREN, wird vielleicht nicht alles leicht. Aber etwas wird anders. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Wir müssen nicht alles verstehen. Wir müssen uns nur wieder sehen. WENN IHR UNS ZUHÖRT, lernen wir, dass unsere Stimme zählt. Und wenn wir groß sind, erinnern wir uns vielleicht an genau diesen Moment— und setzen uns zu unserem Kind, legen das Handy weg und sagen: Erzähl weiter. Ich höre dir zu. [Outro] Vielleicht ist das alles, was eine Zukunft manchmal braucht: Jemanden, der zuhört.