Ich sitz im Bad auf kalten Fliesen Die Uhr an der Wand zählt Stunden stumm Die Ruhe schreit in mir auf Alles wird mir zu viel Alles wird stumpf Mein Atem flach Mein Blick verschwimmt Die Hände zittern Mein Blut gerinnt Gedanken drehen sich im Kreis Bis schließlich nichts mehr übrig bleibt Ich such nach einem lauten Zeichen Irgendwas Das mich erreicht Wenn alle Stimmen in mir schweigen Bleibt nur die Frage: "was in meim Kopf umschleicht "? Ich habe mich selbst verletzt Die Spitze unter meine Haut gesetzt Um zu sehn - um mich zu spüren – Kann ich denn noch etwas fühlen Ich konzentrier mich auf den Schmerz Alles andere ist egal Nur der Schmerz und jeder Schnitt Was ich spür – macht mich real Die roten Narben, wie'n Tagebuch Das niemand je zu lesen kriegt Geschichten - Die sich in mich graben Weil keiner weiß, was mit mir geschieht Ich lache laut, wenn andre fragen Sag: "Alles gut" - "Es passt schon so" Doch wenn die Tür ins Schloss gefallen is Steh ich allein - brenn lichterloh Ich suche nach nem leisen Zeichen Jemand - Der mich wirklich sieht Dass jedes Lächeln - was ich zeige Wahrheit und nicht Lüge gibt Ich habe mich selbst verletzt Die Klinge durch mein Fleisch geritzt Um zu sehn - um mich zu spüren – Kann ich denn noch irgendwie fühlen Ich verlasse mich auf den Schmerz Alles andere ist nicht relevant Nur der Schmerz und jeder Schnitt Was ich beherrsch' – in meiner Hand Sag mir - Kann es anders sein? Kannst du mir glauben - mich befrein? Wenn ich dir meine Narben zeige Bleibst du dann da - oder lässt du mich allein? "der Tag vergeht und es bleibt still" (Stumm) "wo ich doch von dir lernen will " (Bitternis) "ohooooh" (Endlosigkeit)


