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Krankes Kind

V6

[INTRO – kaltes Maschinenbrummen, tiefer Synth-Drone, langsame schwere Schritte, verzerrtes Atmen] Du kommst herein, die Brust so breit, doch hinter dir steht Einsamkeit. Du brauchst die Angst in fremdem Blick, sonst bleibt von dir nicht viel zurück. [Gitarren setzen abrupt ein – tiefer Drop-Tuning-Riff, 4/4, stoisch, brutal] Du nennst es Stärke, wenn man schweigt, wenn sich ein schwacher Rücken beugt. Du brauchst ein Opfer für dein Spiel, denn ohne Macht bist du nicht viel. [Kurze Stille – einzelne Bassdrum] Ich seh dich. [VERSE – trockener, tiefer Sprechgesang] Dein Lachen riecht nach kaltem Schweiß, dein Stolz bezahlt den höchsten Preis. Du schlägst nach unten, kriechst nach oben, willst dich an fremder Angst erproben. Doch deine Maske sitzt nicht mehr. Wir sehen durch dich. Leer. So leer. [PRE-CHORUS – steigende Industrial-Percussion, verzerrte Synth-Pulse] Nur die Schwachen werden knien, nur die Blinden werden fliehn. Doch wer dich einmal wirklich sieht, weiß, was hinter deinen Augen liegt. [CHORUS – massive Gitarrenwand, große Drums, Chor-Shouts im Hintergrund] KRANKES KIND! Krank im Kopf und krank im Herzen! KRANKES KIND! Du verteilst nur fremde Schmerzen! Knie nieder vor deinem Spiegelbild, vor dem Monster, das sich selber gilt. Schau hinein! Schau es an! Sieh das Elend, das dich ansehen kann! [POST-CHORUS – mechanischer Männerchor] Krank. Kalt. Klein. [VERSE 2 – Bass und Schlagzeug zunächst allein, Gitarre antwortet zwischen den Zeilen] Du brauchst Gehorsam wie ein Tier, denn ohne Furcht gehorcht man dir nicht einen Schritt, nicht einen Tag. Und genau das ist es, was dich plagt. Du willst bestimmen, wer zerbricht, doch deine Macht beeindruckt nicht. Ein König ohne Land und Thron, ein armer Geist aus Hohn und Zorn. [Gitarren-Stopp] Ein armes Licht. [Kurzer Feedback-Schrei] Mehr bist du nicht. [PRE-CHORUS – schneller, aggressiver] Du kannst drohen, du kannst schrein, kannst noch grausamer erscheinen. Doch jeder Schlag verrät nur dich: Wer wirklich stark ist, braucht das nicht. [CHORUS – doppelte Bassdrum, breiter Chor] KRANKES KIND! Krank im Kopf und krank im Herzen! KRANKES KIND! Du verteilst nur fremde Schmerzen! Knie nieder vor deinem Spiegelbild, bis dein falscher Glanz in Scherben fällt. Schau hinein! Schau es an! Sieh das Elend, das dich ansehen kann! [BRIDGE – Tempo halbiert, extrem schwerer Doom-Riff, tiefe verzerrte Stimme] Du willst, dass Menschen vor dir knien? [Pause] Dann knie zuerst. Vor dir. Vor dem Gesicht, das niemand liebt, wenn keine Angst mehr übrig blieb. [Leises Flüstern links/rechts] Durchschaut. Durchschaut. Durchschaut. [BUILD-UP – Herzschlag-Bass, metallische Schläge, Sirenen-Synth steigt] Was bleibt von dir, wenn keiner zittert? Was bleibt von dir, wenn keiner fällt? Was bleibt von dir, wenn deine kleine dunkle Welt dich nicht mehr fürchtet? [Totale Stille] Nichts. [FINAL CHORUS – maximal, Gitarren gedoppelt, tiefer Männerchor, wuchtige Orchester-Hits] KRANKES KIND! Krank im Kopf und krank im Herzen! KRANKES KIND! Deine Stärke lebt von Schmerzen! Nur die Schwachen werden knien, doch die anderen werden sehen: Hinter Drohung, Hass und Pflicht steht ein kleines armes Licht! KRANKES KIND! Knie nieder vor deinem Spiegelbild! KRANKES KIND! Sieh genau hin, wer dort steht! [BREAKDOWN – extrem tiefer Gitarrenriff, jedes Wort auf einen Schlag] KRANK. IM. KOPF. KRANK. IM. HERZEN. [OUTRO – Maschinen fahren langsam herunter, nur tiefer Drone und Flüstern] Du bist durchschaut. Und jetzt … schau dich an.