
Der Garten, der atmet Hard Mix
[singer A] Im Haus ohne Wände schaukelt ein Mädchen aus Kupferlicht. Ihre Zöpfe schlagen Funken, jeder Funke ein anderes Jahrhundert. Sie trägt zwei verschiedene Schatten, einer läuft rückwärts, der andere flüstert Zahlen, die niemand erfunden hat. Ein Pferd aus Papier faltet sich bei jedem Atemzug neu. Ein Uhrwerksaffe dreht an der Zeit, bis sie knistert wie trockenes Laub. Das Mädchen lacht, und das Lachen fällt als Regen herunter. Die Tropfen springen wieder hoch, als hätten sie es sich anders überlegt. [transition] [singer B] „Bleib nicht stehen.“ „Geh nicht weiter.“ „Die Türen hören zu.“ „Die Schatten zählen mit.“ Ein Chor aus Dingen, die nicht sprechen sollten. Ein Flüstern aus Metall. Ein Atemzug aus Licht. Sie dreht sich langsam, und die Welt dreht sich nicht mit. Der Himmel klappt auf wie ein altes Buch. Zwischen den Seiten liegt ein Stück von ihr, das sie nie verloren hat und nie gefunden. Ein letzter Funke springt aus ihrem Haar und zeigt den Weg zu einem Ort ohne Namen. Das Haus ohne Wände wird durchsichtig. Die Türen schließen sich, ohne ein Geräusch. Das Kupfermädchen tritt in den Schatten, der diesmal mit ihr geht. Der Regen steigt nach oben. Die Zeit legt sich schlafen. Nur das Papierpferd raschelt noch einmal und faltet die Nacht zusammen.

