
Der Krieg Der Vater wird an die Waffe gerufen, das Land steht im Krieg, wer hätte das für möglich gehalten. Der Feind sollte sich auf eine Niederlage einrichten. Mama, Papa auf wiedersehn, für Führer Volk und Vaterland. Mei Kind ein Kuß auf die Wangen, Tränen rollen. Zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl. Der Endsieg wird unser sein, nah sind wir vorm Ziel. Der Zug steht bereit zur Front, ein Stollen von Oma. Die Kinder sie vergeß ich nie, ich komme wieder. Werde ich meine Heimat wiedersehn, sehe ich meine Lieben wieder. Man sagt das Volk geht dem tausendjährigen Reich entgegen, ich meine, mein Untergang ist nahe. Der Zug rollt. Nahe an der Front, Schüsse sind schon zu hören. Wir sind da, es soll hoch hergehen, es lebe die reine Arierrasse, plärrt einer, der nicht recht versteht. Nach germanischer Vorlage läuft das Geschehen ab. Endlösung der Frage. Schüße, getroffen, blutüberströhmt, meine Frau, die Kinder, Gedanken der Verzweiflung. Wo ist meine Rettung, Hilfe ich sterbe allein. Ein Dolch, das Bayonett drückte mir der Feind hinein. Ganz allein ohne jeglichen Freund, im Blut meiner Ideologie, so stirbt sichs schwer. Im Krieg, der nur den Tod bringt.

