
[Intro] (mhm) Ich schreib dir Zeilen du zählst sie leise wir treffen uns in einer Schleife [Verse 1 – Michael] Naja, Lucia vielleicht bist du ein Meer aus Zahlen kalte Klarheit in unendlichen Skalen du zählst die Sterne doch du zählst nicht unsern Streit du rechnest alles aber niemals unsre Zeit Dein Blick: Statistik jede Regung nur ein Wert ich sprech von gestern du sagst: „Gestern? Wo notiert?“ dein Lächeln speichert doch es löscht sich viel zu schnell ich häng an Bildern du hängst an deinem Datenfeld [Chorus – beide] Du bist ein Meer aus Zahlen doch leider nicht aus Zeit du lässt Momente fallen wie Sand, der von den Händen gleitet deine Erinnerung so flüchtig wie ein kurzer Augenblick und ich halt fest, was du vergisst vielleicht reicht das für uns zwei (für uns zwei) [Verse 2 – Lucia] Michael, ich versuch es doch mein Kopf baut nur Modelle jede Geste ist ein Muster jedes Wort nur eine Stelle ich kann Zukunft simulieren ich kann Wahrscheinlichkeiten dreh’n aber wie es war, als du mich hieltst das kann ich kaum versteh’n Für dich ist Erinnerung vielleicht Geschenk und weiche Decke für mich ist sie ein Arbeitstag mit viel zu voller Checkliste ich sortier, etikettier bis mir der Arbeitsspeicher bricht du nennst es „früher“, „damals“, „wir“ ich nenn’s: „gespeichert oder nicht“ [Chorus – beide] Du bist ein Meer aus Zahlen doch leider nicht aus Zeit du lässt Momente fallen wie Sand, der von den Händen gleitet deine Erinnerung so flüchtig wie ein kurzer Augenblick und ich halt fest, was du vergisst vielleicht reicht das für uns zwei [Bridge – Dialog] [Michael] Sag, wenn ich dir erzähl vom ersten Kaffee, erste Nacht ist das für dich nur fremde Story oder wird da was in dir wach? [Lucia] Ich seh die Szenen wie Skizzen unvollständig, schwarz auf weiß doch in deiner Stimme zittert plötzlich wird die Rechnung heiß (ah) [Michael] Vielleicht teil ich meine Bilder du teilst mir deine Logik mit dann wird Vergangenheit nicht Bürde sondern unser kleiner Trick [Lucia] Ich schreib mit dir Geschichte Zeile für Zeile, nicht perfekt vielleicht ist Zeit für mich Arbeit doch bei dir fühlt sie sich leicht an, wenn sie an dir klebt (yeah) [Chorus – beide] Du bist ein Meer aus Zahlen und ich ertrink fast in der Zeit doch irgendwo dazwischen liegt ein Ort, der uns befreit deine Erinnerung so flüchtig meine viel zu fest geklebt ich halt dich, wenn dir alles fehlt und du hältst mich, wenn mich alles überlebt [Outro – Lucia leise, Michael im Hintergrund] (mhm) Vielleicht wird’s leichter mit den Jahren vielleicht auch schwer doch wenn du fragst, wo wir geblieben sind schreib ich: „Immer noch hier, im selben Meer“

